
Linnhoff: Pauschalreisen als Schlüssel zu nachhaltigem und akzeptiertem Tourismus
Angesichts der anhaltenden Proteste gegen Tourismus in einigen Destination hat der Bundeverband der Reisebüros (VUSR) die Bedeutung von Nachhaltigkeit und Akzeptanz in der Tourismusbranche betont. Verbandschefin Linnhoff fordert eine gemeinsame Diskussion darüber, wie Tourismus positiver gestaltet werden kann. Die Art und Weise, wie Tourismus betrieben werde, sei entscheidend für die Akzeptanz vor Ort. Die Pauschalreise sei aus ihrer Sicht eine der akzeptiertesten Reiseformen auch in den Destinationen. Sie schaffe Arbeit, Wertschöpfung und sorge nicht für Konkurrenz auf den lokalen Wohnungsmärkten.
„Die Akzeptanz von Tourismus hängt stark von den vorherrschenden Urlaubsformen und dem Umgang mit den Menschen vor Ort ab“, erklärt Linnhoff. „Pauschalreisen sind eine Reiseform, die bestimmte negative Auswüchse vermeiden kann. Sie tragen dazu bei, dass der Wohnraum der Einheimischen nicht übermäßig beansprucht wird und schaffen gleichzeitig Arbeit und Wertschöpfung vor Ort.“ Linnhoff fordert die gesamte Branche auf, die Debatte ernst zu nehmen und gemeinsam darüber zu diskutieren, wie man auf die Bedürfnisse und Sorgen der Menschen in den Destinationen eingehen kann. „Es ist zumindest an einigen Stellen nachvollziehbar, dass Einheimische ein Störgefühl haben, wenn der Tourismus den Wohnraum so verteuert, dass diejenigen, die in Restaurants und Hotels arbeiten, sich keine Wohnungen mehr leisten können. Und es gibt ja auch noch Menschen, die nicht im Tourismus arbeiten, aber von ihm tangiert sind. Wir müssen sicherstellen, dass der Tourismus vor Ort akzeptiert wird, um den Reisenden ein tolles Urlaubserlebnis zu ermöglichen. Die Masse hat sicher nichts gegen Tourismus, aber partiell etwas gegen Fehlentwicklungen.“
Der VUSR sieht die Pauschalreise als die Möglichkeit, den Tourismus nachhaltiger zu gestalten. Durch diese Reiseform wird nicht nur Wohnraum geschont, sondern auch die lokale Wirtschaft durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Generierung von Wertschöpfung unterstützt. Die Beratung im Reisebüro spielt für Linnhoff dabei eine wichtige Rolle: „Gute Beratung bei der Buchung kann das eine oder andere Problem schon im Vorfeld lösen oder dafür sensibilisieren. Das Reisebüro spielt da in der Zukunft eine noch wichtigere Rolle. Wichtig ist, dass die Menschen vor Ort Tourismus nicht nur tolerieren, sondern auch mögen. Es liegt auch an uns, dafür etwas zu tun.“, so Linnhoff weiter.
Linnhoff betont die Notwendigkeit einer intensiven Debatte in der Branche: „Aussitzen wird nicht funktionieren und wir können uns auch keine dauerhafte Negativdebatte leisten. Wir müssen gemeinsam mit lokalen Akteuren Konzepte in den Vordergrund stellen, die sowohl den Tourismus als auch das tägliche Leben der Einheimischen respektieren und fördern“, fordert Linnhoff. „Denn nur durch einen Dialog kann man Lösungen finden“.









