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VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

Reisebüros sind weder Whitney Houston noch ihr Bodyguard Bundesregierung muss bei der Ü-Hilfe III stark nachlegen

(Iserlohn/rok) „Vieles, was die Kanzlerin sagt und tut, kann ich verstehen. Ich muss aber nicht auch für alles Verständnis haben!“, betont die Vorsitzende des VUSR Bundesverbands, Marija Linnhoff. „Und irgendwann muss doch auch mal Schluss sein!“ Insbesondere die ungeschickt einseitige Wortwahl der Regierungspolitiker im Blick auf Kontaktvermeidung und Infektionsübertragung durch Fortbewegung stößt auf.

Linnhoff weiter: „Reisebüroinhaberinnen und Reisebüroinhaber in ganz Deutschland haben die Bundesregierung bisher gern bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der Pandemie unterstützt. Eben auch, weil nach anfänglichen Unwegsamkeiten dann parallel zielgenaue und allgemein verträgliche Hilfspakete für die allermeisten Reisebüros geschnürt wurden. Das wissen entscheidende Politikerinnen und Politiker. Doch eines ist auch klar: Wir können und werden unsere eigene Existenz nicht bis zur Selbstaufgabe aufs Spiel setzen, nur damit die Kanzlerin und die Ihren gut dastehen. Zumal die Neuauflage der Ü-Hilfe III noch immer nicht die Grundlage schafft, einen solchen Einsatz finanziell abzufedern!“

Was genau ist passiert? Laut Medienberichten soll sich die Kanzlerin mit Herrn Söder in der Weise geäußert haben, das „Reisen“ an sich und komplett unterbinden zu wollen. Es sollen jüngst Sätze gefallen sein wie: „Man kann zwar 15 Kilometer Sperrzone einführen, aber es ist schwer, Reisen in die Welt zu verbieten. (…) Wir müssen den Flugverkehr so ausdünnen, dass man nirgendwo mehr hinkommt.“ Was hierbei allerdings niemanden zu stören scheint: Sowohl Frau Dr. Merkel, wie auch Länderchefinnen und Länderchefs und viele andere Stimmen wollen gar nicht das touristische „Reisen“ an sich verbieten. Vielmehr geht es um eine weitere Einschränkung des bereits begrenzten Bewegungsfreiraums über Ländergrenzen hinweg.

„Die Bundesregierung bringt sich in eine fatale Lage,“ regt sich die Verbands-Vorsitzendes auf.
„Zunächst unterlässt sie es bis dato, die Ausgestaltung der Ü-Hilfe III wirklich der veränderten Corona-Lage anzupassen. Und nun dreht sie das Messer in der offenen Wunde der Reisebüros durch nicht ausgeklügelte Formulierungen noch um! So wird es nicht mehr lange dauern, dann werden Politik und Medien es geschafft haben, ein positiv belegtes und bei Bürgern wertvolles Wort wie „Reisen“ so in den Dreck zu ziehen und dadurch als Pandemietreiber zu diffamieren, dass die negativen Spätfolgen dieser Wortverdrehung auch in den kommenden Zeiten der Lockerung und zum Ende der Pandemie Menschen grundsätzlich abhalten, sich zum Ziel der Erholung und des kulturellen Austauschs über Ländergrenzen hinweg zu bewegen.“

Linnhoff abschließend: „Ich kann und will nicht verstehen, wie Menschen, die ich sonst sehr schätze, sich so unmöglich ungeschickt ausdrücken können und damit die Existenz von mehr als 100.000 Reisebüromitarbeiterinnen und Reisebüromitarbeitern aufs Spiel setzen! Diese Spielchen müssen endlich aufhören. Hier muss in doppelten Sinne Abhilfe geschaffen werden. Die Bundesregierung muss nun auch nachlegen! – Zumal so auch überhaupt nicht über die Pannen bei der Impfstoffbesorgung und -verteilung hinweggetäuscht werden kann!“

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„Schluss mit unqualifizierten Randbemerkungen“: VUSR-Vorsitzende kritisiert jüngste Äußerungen des Bundesaußenministers

Iserlohn, den 10. Juni 2020 (w&p) – „Wir brauchen Ermutigung und Perspektiven, keine neuen Drohungen“: Marija Linnhoff, Vorsitzende des Verbands unabhängiger selbständiger Reisebüros e.V. (VUSR), übt heftige Kritik an jüngsten Äußerungen von Bundesaußenminister Heiko Maas. Er hatte Urlauber in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ davor gewarnt, sich auf neuerliche Rückholaktionen der Bundesregierung zu verlassen.

„Mit einer solch wenig durchdachten und unqualifizierten Äußerung just zum Ende der allgemeinen Reisewarnungen sät Heiko Maas völlig unangebrachte Zweifel in den Köpfen von Urlaubswilligen“, beanstandet Marija Linnhoff. „Und dies zu einem Zeitpunkt, an dem die über 100.000 Mitarbeiter/innen in den deutschen Reisebüros nahezu am Ende ihrer Kräfte sind, da sie über Wochen hinweg hinter geschlossenen Ladentüren ehrenamtlich das Vorort-Krisenmanagement der Veranstalter gestemmt haben.“

Die Verbandsvorsitzende weiter: „Die Äußerung des Außenministers hat zudem keinerlei inhaltliche Relevanz, da sich im Rahmen der Pauschalreise immer der Veranstalter für die Beförderung der Reisegäste verantwortlich zeigt und dies auch entsprechend gesetzlich geregelt ist. Nur bei einzeln gebuchten Flügen könnte es zu eventuellen Unwegsamkeiten kommen, die allerdings die Fürsorgepflicht des Staates für seine Bürger nicht aushebelt.“ Ihr Appell an den Spitzenpolitiker: „Herr Maas sollte sich einfach zurückhaltender äußern.“

Deutlich wichtiger als solch abschreckenden Äußerungen ist in den Augen der VUSR-Vorsitzenden die Unterstützung der Reisebüros von Seiten des Auswärtigen Amtes und durch die Reiseveranstalter, im Rahmen der vorvertraglichen Informationspflichten endlich die notwendigen Reisehinweise in verständlicher und übersichtlicher Form zu liefern, damit die Expedienten die Reisegäste gut und vertrauensvoll informieren könnten. „Hier sollte Herr Maas im Interesse der mehr als 10.000 Reisebüros in Deutschland besser auf die sich zum Teil täglich ändernden Bedingungen reagieren, als durch unqualifizierte Randbemerkungen in bundesweiten Medien reisefreudige Menschen davon abzuhalten, endlich wieder unterwegs zu sein und dabei auch die Unterstützung der lokalen Reisebüros in Anspruch zu nehmen“, bekräftigt Marija Linnhoff.

Über den VUSR:

Der Verband unabhängiger selbständiger Reisebüros e.V. (VUSR) fördert Reisevermittler in gewerblichen, politischen, wirtschaftlichen, beruflichen und rechtlichen Belangen. Gegründet wurde er während der Umsetzungsphase der Pauschalreiserichtlinie als neue, starke Interessenvertretung für den Reisebürovertrieb. Drei Jahre nach seinem Start gehören dem VUSR bundesweit rund 2.500 Reisebüromitglieder, Förderer und assoziierte Mitglieder an.

 

Für Rückfragen:

Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros e.V. (VUSR)

Tel: 02371-151955

Email: info@vusr.de

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Bundesregierung spielt auf Zeit

VUSR sieht Hunderttausend Arbeitsplätze im Reisebürovertrieb gefährdet

Iserlohn, den 23. April 2020 (w&p) –


Mit Entsetzen reagiert der Branchenverband VUSR auf Anzeichen, dass die Bundesregierung trotz der vorliegenden ablehnenden Direktive der EU-Kommission an der Durchsetzung des Zwangsgutscheins bei abgesagten und noch abzusagenden Reisen festhält.„Sollte dies eintreten, werden Verbraucher und Reisebüros, die unverschuldet in die derzeitige Situation geraten sind, vom Staat durch die aktive Aussetzung von Verbraucherrechten dazu gezwungen, ihre Ansprüche in jahrelange, zinsfreie Kredite für Reiseveranstalter wie z.B. der TUI umzuwandeln“, kritisiert die VUSR-Vorsitzende Marija Linnhoff.

Völlig unverständlich sind für sie die Beweggründe der Bundesregierung. „Offenbar hat der Bund zum Ziel, in einer Größenordnung von rund 1,8 Milliarden Euro circa 4.000 Arbeitsplätze bei der TUI zu retten“, mutmaßt die Branchen-Expertin. „Warum aber stehen für die mehr als 100.000 Branchen-Mitarbeiter, z.B. in kleinen und mittelständischen Reisebüros in Deutschland, nicht 500 Millionen Euro Direkthilfe zur Verfügung?“.

Marija Linnhoff fordert, dass sich die Soforthilfe für die mittelständischen Reisebüros an den generierten Provisionen für das Geschäftsjahr 01.11.2019 – 31.10.2020 orientiert und von der Bundesregierung noch im ersten Halbjahr 2020 an die Reisebüros ausbezahlt wird.

Zugleich weist der VUSR in diesem Zusammenhang auf das „Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen“ (Infektionsschutzgesetz – IfSG) hin, in dem es sinngemäß heißt: Erhalten Selbständige ein Verbot in der Ausübung ihrer bisherigen Erwerbstätigkeit und erleiden dadurch einen Verdienstausfall, erhalten sie eine Entschädigung.„

Die Reisebüros haben bzw. werden aufgrund der zahlreichen Reiseabsagen wegen Covid-19 bis zu 95 Prozent ihrer Jahreseinkünfte verlieren“, warnt Marija Linnhoff. „Darüber hinaus haben sie die doppelte bis hin zu dreifache Arbeit bei der Rückabwicklung zu leisten – eine Tätigkeit, die niemand bezahlt. Es stehen aktuell 100.000 Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der selbstständigen Tätigkeit von deutschen Reisebüros zur Disposition.“

Die Verbandsvorsitzende verweist nochmals auf die längst umsetzbaren Vorschläge für einen Reise-Rettungsfonds, der den verantwortlichen Stellen in den entsprechenden Ministerien u.a. von Seiten des VUSR und des Verbraucherschutzes vorliegt. „Dieser Weg wird auch von Seiten der EU unterstützt und bietet eine europarechtlich abgesicherte Lösung, wie sämtliche Reiseunternehmer vor einer Insolvenz geschützt werden und die Verbraucherinnen und Verbraucher ihr Recht auf Rückerstattung beibehalten können, bekräftigt die VUSR-Vorsitzende.

„Überhaupt nicht nachvollziehbar und schlichtweg erschreckend ist, dass wir bei diesem wirtschaftlich so bedeutenden Thema für die Branche nicht einen Schritt weiter als zu Beginn des Pandemie-Chaos sind“, konstatiert Marija Linnhoff. Auch stelle ein eventuell drohendes EU-Vertragsverletzungsverfahren keinen guten Einstieg in die EU-Ratspräsidentschaft der Bundesrepublik ab Juli 2020 dar. „Diese wird schon schwierig genug, als dass sich die Akteure dort dann auch noch Rechtsbruch mit nationalstaatlicher Intention vorwerfen lassen müssen“, so die VUSR-Vorsitzende.

Über den VUSR:
Der Verband unabhängiger selbständiger Reisebüros e.V. (VUSR) fördert Reisevermittler in gewerblichen, politischen, wirtschaftlichen, beruflichen und rechtlichen Belangen. Gegründet wurde er während der Umsetzungsphase der Pauschalreiserichtlinie als neue, starke Interessenvertretung für den Reisebürovertrieb. Drei Jahre nach seinem Start gehören dem VUSR bundesweit rund 2.500 Reisebüromitglieder, Förderer und assoziierte Mitglieder an.

Für Rückfragen:
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