Schlagwort-Archiv Reisebüro

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Reisebüros wollen Absicherung für Provisionen bei Veranstalterpleiten


VUSR: Reisebüros dürfen am Ende nicht auf Schaden sitzen bleiben

Nach der Anhörung zum Reisesicherungsfonds im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages haben die Reisebüros eine Absicherung ihrer Provisionen bei etwaigen Veranstalterpleiten angemahnt. Dazu sei man bereit, auch einen Beitrag zur Absicherung zu leisten. Es sei nämlich schwer nachvollziehbar, dass die Reisebüros auf dem Schaden durch Insolvenzen im Veranstalterbereich sitzen bleiben sollen. Der Ausschluss der Reisebüros sei ein Konstruktionsfehler bei der Neugestaltung der Absicherung gewesen, den man aber bei der Novellierung korrigieren könne. Mit einem niedrigen Beitrag seien viele Reisebüros bereit, in den Sicherungsfonds einzuzahlen, um in der Folge besser abgesichert zu sein.

Verbandschefin Marija Linnhoff will deshalb eine Aufnahme der Absicherung des Vertriebes in den Leistungskatalog des DRSF erreichen. Sie sagte: „Bei einer Veranstalterpleite sind die Reisenden zurecht abgesichert, wenn sie eine Pauschalreise gebucht haben. Der Reisevertrieb hingegen, der seine Arbeit gemacht hat bleibt erwartbar auf seinen Ausfällen sitzen, längst erarbeitete Provisionen bleiben aus. Das kann im klein- und mittelständisch geprägten Reisevertrieb viele Existenzen und Arbeitsplätze kosten. Deshalb muss die Möglichkeit geschaffen werden, dass auch Reisebüros in den Fonds mit niedrigen Beiträgen, gemessen an ihrem Risiko, einzahlen können und damit eine Absicherung für den Fall der Fälle aufbauen können.“

Linnhoff appellierte an die Bundesregierung, die Reisebüros als wichtige Mittler in der Reisekette in der Frage der Absicherung in den Blick zu nehmen. Die Reisebüros seien wichtig für die Tourismuswirtschaft und auch für die Innenstädte. Die Verbandsvorsitzende fordert deshalb eine Debatte, wie die Reisebüros in die Absicherung integriert werden könnten: „Wir stehen zu Gesprächen bereit, wie man den Vertrieb in die Absicherung integrieren könnte. Wichtig ist, dass die Frage bei der Evaluierung vom Gesetzgeber offen mitdiskutiert wird, im Interesse der ganzen Tourismuswirtschaft.“

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Reisebüros und FTI-Übernahme: „Kröte schlucken“ im Interesse der Branche


Linnhoff: Situation bei FTI birgt hohe Risiken für Steuerzahler

Der Reisebüroverband VUSR hat eine mögliche Übernahme von FTI durch Rewe als „nicht schön, aber trotzdem zweckdienlich“ für die Tourismusbranche bewertet. Verbandschefin Linnhoff sieht in der gegenwärtigen Erholungsphase der Tourismuswirtschaft nach Corona und im Schatten eines Krieges in Europa mehr Vor- als Nachteile durch die mögliche Übernahme. So oder so gebe es ein finanzielles Risiko für den Steuerzahler. Um den Totalverlust der stillen Beteiligung des Bundes an FTI zu vermeiden und auch das Ausfallrisiko für Deutschen Reisesicherungsfonds zu minimieren, müsse man auch ernsthaft einen teilweisen Schuldenschnitt wenigstens prüfen.

Linnhoff sagte dazu: „Man muss eine Übernahme von FTI durch Rewe nicht feiern, aber in der jetzigen Situation würde es zur Stabilisierung der Reisebranche beitragen, die jahrelang unter Corona gelitten hat und jetzt unter dem Eindruck eines schrecklichen Krieges in unmittelbarer Nachbarschaft arbeiten muss. Jetzt wo die Buchungszahlen dennoch wieder auf das Niveau von 2019 oder darüber steigen, ist das Letzte, was die Branche braucht, eine Debatte über die Leistungsfähigkeit eines sehr großen Anbieters. Deshalb muss man diese Gespräche nicht großartig finden, aber die Kröte kann und sollte man im Interesse der ganzen Branche schlucken. Es wäre auch ein erster Schritt zur Wiederaufnahme der Konsolidierung der Branche, die durch Corona unterbrochen wurde, nur dass sie in einem Übernahmeszenario geordneter und planbarer vonstattengingen.“ FTI sei u.a. aufgrund seiner geringen Eigenkapitalquote von vielen schon vor Corona als Wackelkandidat betrachtet worden.

Die Verbandschefin sieht aber egal in welchem Szenario Risiken für den Steuerzahler. Dies müsse man offen und ehrlich kommunizieren und schauen, wie man dieses Risiko minimiert und gleichzeitig FTI und der Branche hilft. Linnhoff: „Rettet man FTI -warum auch immer- nicht, kostet das die Steuerzahler in Bayern und im Bund viel Geld, stille Einlagen aus der Krise wären unwiderruflich verloren. Bei einer Pleite müsste zudem dann der neue Kundengeldabsicherungsfonds einspringen. Da ist aber noch nicht genug Geld drin, also muss wieder der Steuerzahler ran, weil die Bundesregierung für den Fonds bürgt, bis genügend Geld drin ist. Ein Schuldenschnitt für FTI könnte den Steuerzahlern wenigstens einen Teil ersparen. Deshalb sollte man diesen wenigstens ernsthaft prüfen, auch wenn diese Option schwer vermittelbar sein sollte. Das müsste man schlicht rechnen.“

Kartellrechtliche Bedenken hält der VUSR hingegen für überschaubar. Vorbehaltlich einer genauen Prüfung durch die zuständigen Behörden, könne man bereits jetzt erkennen, dass bei einer Übernahme der FTI durch Rewe keine marktbeherrschende Stellung entstehe, so Linnhoff

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VUSR bedauert Weggang von Claudia Müller


Linnhoff: Tourismuswirtschaft braucht jetzt politische Kontinuität

Der Bundesverband der Reisebüros VUSR hat der bisherigen Tourismuskoordinatorin der Bundesregierung Claudia Müller zur Ernennung als Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gratuliert. Dennoch bedauere man sehr, dass Müller jetzt die Position innerhalb der Regierung wechsele. Die Grünen-Politikerin sei eine kompetente und offene Ansprechpartnerin für die Tourismuswirtschaft gewesen. Nach ihrem Weggang müsse die Koalition für die Tourismuskoordination jetzt Kontinuität bis zum Ende der Wahlperiode sichern.

Verbandschefin Marija Linnhoff sagte dazu: „Wir waren mit Claudia Müller sehr zufrieden und bedauern deshalb Ihren Wechsel ins Landwirtschaftsministerium. Dennoch gratulieren wir Claudia Müller natürlich zu ihrer neuen verantwortungsvollen Aufgabe als Staatssekretärin. Wir sind sicher, dass sie auch diese Aufgabe mit großem Einsatz ausfüllen wird und hoffen, dass sie auch in ihrer neuen Rolle der Tourismuswirtschaft gewogen bleibt. Anknüpfungspunkte sind ja über Themen wie Ländliche Räume oder Gastronomie deutlich vorhanden.“

Linnhoff sieht nach der Beförderung Müllers die Bundesregierung in der Pflicht, jetzt für Kontinuität in der Tourismuskoordinierung der Regierungsarbeit zu sorgen. Die Verbandschefin sagte dazu: „Die Tourismuswirtschaft braucht gerade in Krisenzeiten verlässliche Ansprechpartner in der Bundesregierung. Personalwechsel in herausfordernden Zeiten bremsen die notwendige zügige Arbeit an den vielen Aufgaben aus. Deshalb sollte jetzt schnell für eine Besetzung der Koordinatorenposition gesorgt werden und das idealerweise für die verbleibenden drei Jahre der laufenden Legislaturperiode.“ Eine Aufwertung der Position in den Rang eines Staatssekretärs oder einer Staatssekretärin würde zudem der Bedeutung der Branche für den Wirtschaftsstandort Deutschland gerecht, so Linnhoff.

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VUSR kritisiert Klimaaktion am BER

Linnhoff: Schwerer Eingriff in Luftverkehr absolut kein adäquates Mittel. Frage nach Wirksamkeit der Sicherheitsvorkehrungen am BER

Der Reisebüroverband VUSR hat die Störung des Flugverkehrs am BER durch Klimaktivisten der „Letzten Generation“ scharf kritisiert. Klimaschutz sei ein Menschheitsthema und deshalb sei es auch sehr wichtig darüber zu streiten, wie er am besten erreicht werden könne. Allerdings sei ein schwerer Eingriff in den Luftverkehr absolut kein adäquates Mittel der Auseinandersetzung. Mit dieser Aktion hätten die Aktivisten sich und andere in Gefahr gebracht und sich damit und ihrem wichtigen Anliegen selbst einen Bärendienst erwiesen. Akzeptanz und Diskussionsbereitschaft erreiche man nicht mit dem Stürmen eines Flughafens. Allerdings müsse man auch die Frage stellen, wie Aktivisten es mit Fahrrädern und sonstigem Gerät überhaupt unbehelligt in sensible und üblicherweise stark bewachte Bereiche eines deutschen Verkehrsflughafens schaffen konnten.

Verbandschefin Marija Linnhoff sagte dazu: „Mit dieser Aktion haben die Aktivisten sich selbst und ihrem wichtigen Anliegen einen Bärendienst erwiesen. Ein schwerer Eingriff in den Luftverkehr ist kein Spaß und kann auch nicht durch das stärkste Anliegen gerechtfertigt werden, weil sie potenziell Menschen in Gefahr bringt, auf der Seite der Reisenden und Beschäftigten am Flughafen und bei den Airlines und auch bei den Aktivisten selbst. Das geht überhaupt nicht.“

Linnhoff stellt aber auch die Frage, wie Aktivisten in einen üblicherweise hochgesicherten Flughafenbereich gelangen konnten, ohne dass sie schon vorher daran gehindert wurden, mit dem Fahrrad in der Nähe einer Landebahn umherzufahren oder sich auf einer Runway festzukleben. Die Verbandchefin sagte dazu: „Eine Lehre aus dieser Aktion muss auch sein, dass die Sicherheitsvorkehrungen an einem internationalen Flughafen wie Berlin offenbar Lücken aufweisen, die es zulassen, dass Aktivisten da scheinbar ohne Problem hineingelangen können. Hier gibt es aus unserer Sicht Aufklärungsbedarf auch seitens des Flughafens und der Bundespolizei.“

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VUSR: Reisebüroverband ergänzt Vorstand

VUSR Vorstand 2022

Erste rein digitale Mitgliederversammlung des Verbandes tagte am Wochenende/ Linnhoff sieht zentrale Rolle des VUSR bei der Interessenvertretung des Vertriebs

Der bundesweit agierende Reisebüroverband VUSR hat am vergangenen Wochenende in einer rein digitalen Mitgliederversammlung seinen Vorstand komplettiert. Das war notwendig geworden, nachdem der bisherige Schatzmeister Christoph Hering aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für das Amt zur Verfügung stand. Neuer Schatzmeister des VUSR ist André Röckmann vom Reisebüro Ihre-Reisekette in Löningen. Die zuvor von ihm besetzte Funktion des Kassenprüfers wird künftig Heidi Kosow vom Reisebüro Calypso GmbH in Berlin wahrnehmen.

Verbandschefin Marija Linnhoff zog eine positive Bilanz der Arbeit des Verbandes. Der VUSR werde gehört und er werde mehr denn je gebraucht, auch um starre Denkmuster in der Branche aufzubrechen. Linnhoff kündigte zudem an, sich künftig noch stärker um hybride Vertriebskanäle zu bemühen.

Linnhoff dankte Christoph Hering für seine langjährige Arbeit im VUSR. Gleichzeitig betonte die Vorsitzende, wie wichtig die Arbeit für den Reisevertrieb gerade jetzt sei: „Wir müssen unendlich glücklich für jede Person sein, die sich in herausfordernden Zeiten mit Nachdruck und Durchsetzungsfähigkeit für den Reisevertrieb einsetzt. Deshalb ein großes Dankeschön an alle, die hier mitarbeiten und mitgearbeitet haben. Das ist ein großer, meist ehrenamtlicher Dienst an der Branche.“

Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass der VUSR als Bundesverband des Reisevertriebs gebraucht werde. Man habe wichtige Impulse gesetzt und der VUSR werde von Politik und Branche gehört. Linnhoff: „Wir haben mit vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern seit unserer Gründung dafür gesorgt, dass der Vertrieb nicht durch das Raster gefallen ist. Genau deshalb braucht es uns als Spartenverband und genau dafür machen wir uns stark. Der VUSR treibt an und lenkt das Licht auch auf die in der Branche, die oft im Schatten stehen und dabei sind wir sehr erfolgreich. Es bleibt aber noch sehr viel zu tun.“ Gerade in Krisenzeiten müsse man neue Impulse bringen und starre Denkmuster aufbrechen, so Linnhoff weiter. Das leiste der VUSR mit zunehmendem Erfolg.

Dem jetzt wieder kompletten Vorstand gehören Marija Linnhoff (1.Vorsitzende), Cyrus Nurischad (2.Vorsitzender) und André Röckmann (Schatzmeister) an!

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Fachkräftedebatte: VUSR mahnt zu mehr Eigeninitiative der Branche

 

Linnhoff: Ständige Rufe nach dem Staat fördern nicht das Vertrauen in die Branche

Der Bundesverband der Reisebüros VUSR hat in der aktuellen Debatte um die Lösung des Fachkräftemangels in der Tourismuswirtschaft mehr Eigeninitiative der Branche gefordert. Der Reisebüroverband kritisierte, dass in der öffentlichen Wahrnehmung aus der Branche meist nur Forderungen an den Staat gestellt würden, während die eigene Verantwortung der Branche weniger beleuchtet werde. Dies sei nicht zielführend, auch weil die Tourismuswirtschaft damit bei potenziellen Nachwuchskräften in ein falsches Licht gerate. Zuletzt hatte das Aktionsbündnis Tourismusvielfalt unter anderem eine Änderung der steuerlichen Förderung von Mitarbeiterunterkünften gefordert.

Verbandschefin Marija Linnhoff hingegen will auch mehr Eigenverantwortung und Initiative von der eigenen Branche: „Es ist völlig richtig, wenn wir über duale Ausbildung diskutieren und über strukturelle Verbesserungen, bei denen die staatliche Ebene unterstützen kann. Was mir aber bei allen Forderungen an den Staat zu kurz kommt, ist die Frage, was wir als Branche selbst tun können. Bevor wir über Steuerboni für Mitarbeiterunterkünfte sprechen und uns in sehr komplexen Detaildebatten verlieren, sollten wir auch über bessere Arbeitsbedingungen und eine Entlohnung sprechen, von der man gut leben kann.“ Dies seien heute für viele potenzielle Bewerber die entscheidenden Fragen, zunehmend auch für solche aus anderen Ländern. Hinzu käme auch die Frage einer langfristigen beruflichen Perspektive über Saisonzeiten hinaus.

Daher müsse man sich in der Debatte auch ein Stück weit „ehrlich machen“ und zügig an den eigenen „Baustellen“ der Branche arbeiten. Ständige Rufe nach dem Staat ließen das Vertrauen in die Branche bei Bewerbern neben den anderen Faktoren nicht wachsen. Linnhoff: „Wir tun uns selbst keinen Gefallen, wenn wir nicht auch selbstkritisch schauen, was wir tun können. Attraktive Arbeitsbedingungen und ein gutes Image der Arbeitsgeber, ohne dass man den Eindruck bekommt, der Staat wird ständig als Backup gebraucht: Das sind die entscheidenden Fragestellungen und da könnte die Branche selbst einen großen Beitrag leisten.“

Linnhoff wies darauf hin, dass Zuwanderung allein das Fachkräfteproblem gerade in der Touristik nicht lösen könne. Auch die Potenziale im Land müssten gehoben werden, mit guten Rahmenbedingungen: „Wenn wir wollen, dass auch wieder mehr Menschen bei uns begeistert von der Arbeit im Tourismus sind, dann brauchen wir ein gutes Image. Das haben wir meist selbst in der Hand und nicht der Staat.“

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VUSR begrüßt neue Fördermitglieder

Linnhoff: VUSR ist breit aufgestellt und sucht den Dialog mit dem ganzen Tourismus-Ökosystem

Der Bundesverband der Reisebüros VUSR hat weitere Fördermitglieder gewonnen. Mit der Reiseversicherung TAS, dem Travel Tech-Unternehmen GIATA aus Berlin, dem Reiseveranstalter Bentour Reisen und der Reiseplattform Reisen Aktuell erweitert der Verband seine Basis auch abseits der klassischen Mitgliederstruktur.

Verbandschefin Marija Linnhoff erklärte dazu: „Wenn wir die Interessen der Reisebüros effizient vertreten wollen, dann müssen wir unsere Basis verbreitern. In der gesamten touristischen Wertschöpfungskette gibt es einige wichtige Player, die für den Erfolg der Reisebüros extrem wichtig sind. Unser Ziel ist es, mit diesen Unternehmen in einen guten Dialog zu treten. Unsere neuen Fördermitglieder sind uns deshalb nicht nur herzlich willkommen, sie werden durch ihren Input und ihre Unterstützung unsere Interessenvertretung für die deutschen Reisebüros und den Tourismus unterstützen.“

Linnhoff kündigte an, der VUSR werde sich jetzt noch stärker um zusätzliche Fördermitglieder aus der Breite der Branche bemühen, insbesondere dort, wo eine enge Verbundenheit zur Arbeit des Reisevertriebs besteht. Nur mit einer Betrachtung und unter Einbeziehung des gesamten „Tourismus-Ökosystems“ könne die Branche für die drängenden Herausforderungen aufgestellt werden.

Gleichzeitig betonte Linnhoff, dass durch die Fördermitgliedschaft von Leistungsträgern und Dienstleistern im VUSR zwar der Dialog und der Austausch mit der Branche im Interesse der Mitglieder gestärkt werde, eine direkte Einflussnahme auf die Prozesse und Entscheidungen im VUSR dadurch aber nicht erwächst. „Die Mitgliederversammlung ist das höchste Organ im Verband und nur unsere ordentlichen Mitglieder geben durch Mehrheitsbeschlüsse die Richtung vor. Das macht den VUSR aus!“, bekräftigt Linhoff. 

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Schlussabrechnung: VUSR begrüßt Bewegung bei der Bundesregierung

Linnhoff: Fristverlängerung nimmt Druck von den Unternehmen

 

Der Bundesverband der Reisebüros VUSR hat die von der Bundesregierung bestätigte Verlängerung der Frist für die Schlussabrechnung der Überbrückungshilfen begrüßt. Die Bundesregierung nehme damit -zumindest kurzfristig- massiven Druck vor allem von kleineren Unternehmen, die neben der Belastung durch die aktuellen Probleme an Flughäfen auch noch mit extremem Druck an den Schlussabrechnungen hätten arbeiten müssen. Der VUSR hatte sich stark dafür eingesetzt, dass die Frist verlängert wird, um die betroffenen Unternehmen zu entlasten. Generell müsste man aus dieser Krise auch hinsichtlich des Abbaus von Bürokratie lernen.

 

Verbandschefin Marija Linnhoff sagte dazu: „Dass die Bundesregierung sich an dieser Stelle bewegt, ist eine sehr gute Nachricht für die Reisebüros, weil ihnen jetzt mehr Zeit bleibt, die wichtige Abrechnung mit der notwendigen Sorgfalt und ohne Druck zu erledigen. Dafür haben wir in den letzten Wochen gekämpft und danken der Bundesregierung und vor allem der Tourismuskoordinatorin Claudia Müller und ihrem Team für die Einsicht und die angekündigte Fristverlängerung im Sinne der betroffenen Unternehmen. Die Interessen gerade der kleinen Reisebüros werden hier durchaus ernstgenommen. Das ist ein gutes Signal der Anerkennung.“

 

Der VUSR rief in diesem Zusammenhang erneut auf, die Bürokratie gerade für kleine Unternehmen zu reduzieren. Aus den Schwierigkeiten und Fallstricken der Corona-Hilfen müsste man jetzt die richtigen Schlüsse ziehen um für künftige Krisen gewappnet zu sein. Gerade nach den vergangenen Wochen, in denen die Reisebüros das Chaos an vielen Flughäfen mitausbaden mussten, und viel Mehrarbeit an ihnen hängengeblieben sei, sei es sehr wichtig, dass dieses kurzfristige Entlastungssignal aus Berlin komme, so Linnhoff. Viele hätten den Wert und die Professionalität der Reisebüros in den vergangenen Wochen des Flug-Chaos weiter schätzen gelernt. Langfristig müsste das Thema Bürokratie deshalb auch auf die Agenda.

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neues Statement des VUSR zur Energie-Spar-Diskussion bzw. dem Langzeiturlaub für Rentner

„Alle Möglichkeiten ergebnisoffen diskutieren“

Die Verbandsvorsitzende Marija Linnhoff erklärt zur aktuellen Debatte um Langzeitaufenthalte zur Energieeinsparung: „Ich freue mich, dass mein Denkanstoß zu einer angeregten Debatte geführt hat, denn ausnahmenlos alle Branchen müssen in der gegenwärtigen massiven Krise einen Beitrag dazu leisten, Energie einzusparen. Wir sollten alle Möglichkeiten wenigstens ergebnisoffen diskutieren und gemeinsam überlegen, was geht. Das gilt auch für die Tourismuswirtschaft und die Idee des Überwinterns in wärmeren Gefilden ist dabei in mehrerlei Hinsicht durchaus ernst zu nehmen, weil sie -gut gemacht und konzeptioniert- Energie einsparen kann, die wir in Industrie und anderen systemrelevanten Bereichen im kommenden Winter gut gebrauchen können. Gleichwohl ist und bleibt es aber natürlich jedem selbst überlassen, ob er ein entsprechendes Angebot nutzen würde und ob der Bund einen entsprechenden Anreiz setzen möchte. Es wäre mindestens mal zu rechnen und erst danach abschließend zu bewerten.“

Der Anreiz käme, so Linnhoff, nicht nur mutmaßlich dem Energieverbrauch zugute, sondern auch der Reisebranche und vielen von der Corona-Pandemie gebeutelten Ferienregionen. Bereits 2013 hatte der damalige EU-Industrie-Kommissar Antonio Tajani eine ähnliche Initiative angeregt.

Das Feedback aus der Politik sei sehr gemischt gewesen, so Linnhoff. Es habe vor allem Fragen zur Bezahlbarkeit gegeben, aber durchaus auch offene Rückmeldungen. Die Debatte um Entlastungen bei den Energiekosten in Deutschland habe die Rentner ein Stück weit außen vor gelassen, bedauert Linnhoff. Deshalb ist es nachdenkenswert, auch Rentnern z.B. die Energiekostenpauschale über € 300,- zu zahlen und mit einem (weiteren) Zuschuss über € 200,- einen Langzeitaufenthalt zu unterstützen. Linnhoff: „Wenn man das möchte, braucht es aber wirklich den Schulterschluss von Reisebranche und Politik und ein Einvernehmen, dass das in mehrfacher Hinsicht helfen kann, nämlich beim Energiesparen, bei der Rückkehr der Regionen zum Tourismus nach Corona, den Reiseunternehmen und natürlich den Rentnern.“
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Reisebüroverband kritisiert Turbo-Qualifizierung bei Quereinsteigern: „Bumerang für die Branche“

Linnhoff: Reisevertrieb braucht Qualität und gutes Ausbildungsniveau – „Discount-Mentalität“ sorgt für Abwertung des Berufsbildes

 

Der Bundesverband der Reisebüros VUSR hat das Quereinsteigerprogramm Jump von Lufthansa City Center (LCC) scharf kritisiert. Die Turbo-Qualifizierung von Reiseberatern in Crashkursen schade dem Ansehen der Branche und sorge für Verdruss im Vertrieb. Verbandschefin Marija Linnhoff sieht das Beratungsniveau dauerhaft in Gefahr, wenn das Modell der LCC Schule machte. Das Vorhaben sei Ausdruck einer verfehlten „Discount-Mentalität“, die zum Bumerang für die Branche werden könne. Das Vorhaben helfe nicht bei der Lösung des Fachkräftemangels, sondern werte im Gegenteil das Berufsbild ab. Die Branche brauche eine ernstgemeinte Fachkräfteinitiative.

 

Linnhoff sagte dazu: „Auch die Reisewelt wird komplexer und der Beratungsbedarf unserer Kundinnen und Kunden ist dadurch gestiegen. Zurecht erwarten die Menschen deshalb ein hohes Beratungsniveau. Mit einer Turbo-Qualifizierung von 6 Wochen können wir die Anforderungen unserer Kundinnen und Kunden jedenfalls nicht zufriedenstellend bedienen. Dieser Schnellschuss schadet aus unserer Sicht mehr, als er nutzt. Quereinsteiger sind gut und werden gebraucht, dann aber mit einer fundierten Ausbildung und zu angemessenen Konditionen. Wir sollten das Berufsbild und die Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden nicht abwerten.“

 

Um dem Fachkräftemangel und dem gestiegenen Beratungsbedarf gerecht werden zu können, brauche die Branche eine Fachkräfteinitiative, die hohe Qualitätsstandards genauso beachten müsse, wie gute Arbeitsbedingungen und Perspektiven für Nachwuchskräfte. Linnhoff: „Das wird man mit Discount-Aktionen nicht hinbekommen. Das Berufsbild muss weiter auf- und nicht abgewertet werden. Dafür rufe ich alle Beteiligten auf, eine gemeinsame Fachkräfteinitiative auf den Weg zu bringen, die sich nicht darin erschöpft, schnell und preiswert schlecht ausgebildetes Personal zu generieren.“