Kategorien-Archiv Pressemitteilungen

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Reisebüroverband kritisiert Turbo-Qualifizierung bei Quereinsteigern: „Bumerang für die Branche“

Linnhoff: Reisevertrieb braucht Qualität und gutes Ausbildungsniveau – „Discount-Mentalität“ sorgt für Abwertung des Berufsbildes

 

Der Bundesverband der Reisebüros VUSR hat das Quereinsteigerprogramm Jump von Lufthansa City Center (LCC) scharf kritisiert. Die Turbo-Qualifizierung von Reiseberatern in Crashkursen schade dem Ansehen der Branche und sorge für Verdruss im Vertrieb. Verbandschefin Marija Linnhoff sieht das Beratungsniveau dauerhaft in Gefahr, wenn das Modell der LCC Schule machte. Das Vorhaben sei Ausdruck einer verfehlten „Discount-Mentalität“, die zum Bumerang für die Branche werden könne. Das Vorhaben helfe nicht bei der Lösung des Fachkräftemangels, sondern werte im Gegenteil das Berufsbild ab. Die Branche brauche eine ernstgemeinte Fachkräfteinitiative.

 

Linnhoff sagte dazu: „Auch die Reisewelt wird komplexer und der Beratungsbedarf unserer Kundinnen und Kunden ist dadurch gestiegen. Zurecht erwarten die Menschen deshalb ein hohes Beratungsniveau. Mit einer Turbo-Qualifizierung von 6 Wochen können wir die Anforderungen unserer Kundinnen und Kunden jedenfalls nicht zufriedenstellend bedienen. Dieser Schnellschuss schadet aus unserer Sicht mehr, als er nutzt. Quereinsteiger sind gut und werden gebraucht, dann aber mit einer fundierten Ausbildung und zu angemessenen Konditionen. Wir sollten das Berufsbild und die Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden nicht abwerten.“

 

Um dem Fachkräftemangel und dem gestiegenen Beratungsbedarf gerecht werden zu können, brauche die Branche eine Fachkräfteinitiative, die hohe Qualitätsstandards genauso beachten müsse, wie gute Arbeitsbedingungen und Perspektiven für Nachwuchskräfte. Linnhoff: „Das wird man mit Discount-Aktionen nicht hinbekommen. Das Berufsbild muss weiter auf- und nicht abgewertet werden. Dafür rufe ich alle Beteiligten auf, eine gemeinsame Fachkräfteinitiative auf den Weg zu bringen, die sich nicht darin erschöpft, schnell und preiswert schlecht ausgebildetes Personal zu generieren.“

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Gekündigte TUI-Kreditkarten: Reisebüroverband fordert Klarheit für Kunden

VUSR kritisiert Kommunikationspolitik von Commerzbank und TUI

 

Die Kündigung von TUI-Kreditkarten durch die Commerzbank schlägt hohe Wellen. Die Bank begründet die offenbar zahlreichen Kündigungen mit angeblichen Pflichtverletzungen durch die Kunden aufgrund fehlender Datenaktualisierungen. Davon wollen viele Betroffene jetzt zum ersten Mal gehört haben. Die Verärgerung bei vielen Kunden ist groß, zumal nicht klar ist, ob etwa Versicherungsleistungen für bereits mit der Karte bezahlte Reisen in der Zukunft noch Bestand haben. Der Reisebüro-Bundesverband VUSR fordert deshalb jetzt lückenlose Aufklärung über Hintergründe und konkrete Auswirkungen auf Kunden und Vertrieb.

 

Verbands-Chefin Marija Linnhoff sieht das Vertrauen der Kunden stark gefährdet: „TUI und Commerzbank haben ihren Kunden mit der Ausgabe der Karte ein Versprechen gegeben, und natürlich auch konkrete Leistungen wie etwa den Schutz bei Reiserücktritt in Aussicht gestellt, alles verbunden auch mit dem Namen des größten deutschen Reiseveranstalters. Mit diesen kurzfristigen Kündigungen und der miserablen Kommunikation hat die Commerzbank deshalb nicht nur das Vertrauen ihrer eigenen Kunden erschüttert, sondern auch der TUI und der Reisebranche insgesamt -in ohnehin schwieriger Zeit- eine zusätzliche Bürde aufgeladen.“

 

Die Bank betreibe eine„völlig vermurkste Kommunikationspolitik von oben herab“ Das Kündigungsschreiben enthielt nach Angaben von Betroffenen nicht einmal eine Begründung. Linnhoff: „Wenn die angeblich fehlende Rückmeldung zur Überprüfung der Kundendaten der Kündigungsgrund ist, warum hat man das nicht in dem Schreiben so kommuniziert? Es gibt offenbar etliche Fälle von Kunden, die die Überprüfung der Personalien im Vorfeld der Kündigung durchgeführt haben, die die neuen AGB bestätigt haben. Auch sie hätten keinerlei Aufklärung erhalten, sondern gleich die Kündigung. Immer mehr Büros mit betroffenen Kunden melden sich beim VUSR. Auch Fragen des Verbraucherschutzes müssen vor diesem Hintergrund sehr intensiv geprüft werden.“

 

Auch die TUI, die laut Aussage der Commerzbank mit den Kündigungen nicht im Zusammenhang stehe, müssen sich Kritik gefallen lassen, so der Reisebüroverband. Es stelle sich die Frage, was in der internen Kommunikation zwischen TUI und der Commerzbank schiefgelaufen sei und warum man es nicht geschafft habe, die Vertriebspartner über die Situation wenigstens zu informieren? Linnhoff: „Die Reisebüros sind hier wieder erste Anlaufstelle für die Kunden, da die TUI selbst keinerlei informationen ausgibt und auch weil viele Büros die TUI-Card aktiv verkauft haben. Wieder landet der Unmut der Kunden und die Mehrarbeit beim Vertrieb.“

 

Die Verbands-Chefin fordert jetzt Klarheit von Commerzbank und TUI: „Bei betroffenen Kunden gibt es zurecht viele ernste Fragen, die es dringend zu klären gilt. Was ist mit der gerade abgebuchten Jahresgebühr? Wird diese erstattet? Was ist mit den Leistungen der TUI-Card wie z.B. beim Reiserücktritt bei bereits gebuchten Reisen? Bleiben diese bestehen? Drohen noch weiter Kündigungen? Wir erwarten Antworten über die dünne Sprachregelung der Commerzbank hinaus, auch im Interesse der TUI und der Reisebranche.“

 

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Anhörung: EU soll Reisende bei Fluginsolvenzen besser schützen



Reisebüroverband VUSR kämpft in Brüssel für die Rechte von Fluggästen

 

Bei einer Anhörung im Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments hat sich die Vorsitzende des bundesweiten Reisebüroverbandes VUSR, Marija Linnhoff, für die Rechte von Fluggästen starkgemacht. Eine von der Verbands-Chefin eingereichte und seitens des EU- Parlamentes zugelassene Petition zum Schutz von Reisenden gegen finanzielle Verluste bei Fluginsolvenzen war am vergangenen Montag Thema der Sitzung des Petitionsausschusses in Brüssel. 

 

Nach Ansicht von Linnhoff hätten die beiden vergangenen Pandemie-Jahre gezeigt, dass es trotz der europäischen Fluggastrechteverordnung schlecht um die Rechte der Fluggäste stehe. Die von ihr geforderte „Gesetzgebungsinitiative zur Absicherung von Fluggästen im Falle der Insolvenz von Fluggesellschaften“ käme nicht nur den Verbrauchern zugute, sondern brächten letztlich auch den Luftfahrtunternehmen Vorteile.

 

In ihrer Stellungnahme verwies Linnhoff auf die in den letzten beiden Pandemie-Jahren rasant gestiegene Zahl von Beschwerden gegen Luftfahrtunternehmen. So habe allein der Rechtsanwalt des VUSR, Roosbeh Karimi, hunderte Kunden vor Gericht vertreten, weil Fluglinien bei ausgefallenen Flügen die Tickets zunächst nicht erstatten wollten. Zwar seien in diesen Fällen die Erfolgsaussichten sehr groß, ganz anders liege der Fall aber bei einer Insolvenz von Fluggesellschaften, der die Verbraucher derzeit noch „schutzlos ausgeliefert“ seien. In solchen Fällen würden Reisende in aller Regel auf ihren Kosten sitzenbleiben. Lediglich Pauschalreisende seien bei der Pleite von Fluglinien durch die EU-Richtlinie 2015/2302 geschützt. Diese rechtliche Ungleichbehandlung von Verbrauchern müsse beendet und künftig bei Flugbuchungen das auch anderswo geltende Prinzip „Erst die Leistung, dann die Zahlung“ Anwendung finden.

 

Die Verbands-Chefin betonte, dass die bisherige Praxis bei der Buchung von Flugtickets, wonach die Zahlung bereits Monate oder gar Jahre im Voraus vollumfänglich geleistet werden müsse, gerade in Krisenzeiten Verbraucher von Flugbuchungen abhalte. Eine bessere rechtliche Absicherung der Fluggäste sei daher auch für die Airlines selbst vorteilhaft. Der bei der Anhörung zugeschaltete Vertreter der Europäischen Kommission, Jan Brumagne, versicherte, dass die Kommission die von Linnhoff vorgetragene Argumentation zur Absicherung von Flugtickets wohlwollend im Sinne der Verbraucher prüfen werde.

 

KARIMI.legal berät zur EU-Petition einer Insolvenzabsicherung der Flugscheinkosten

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Russische Anteilseigner: Linnhoff stellt sich vor TUI



„Veranstalter hat sich in Ukraine-Frage ausreichend distanziert“

 

Der Reisebüroverband VUSR hat sich in der Debatte um die Rolle russischer Anteilseigner beim Reisekonzern TUI vor den Veranstalter gestellt. Es habe zu Beginn des Krieges in der Ukraine zurecht Fragen hinsichtlich der Position und des Einflusses von TUI-Großaktionär Mordaschow gegeben, die der Konzern aber zwischenzeitlich ausreichend beantwortet habe. Verbandschefin Linnhoff warnt davor, den Reisekonzern TUI regelrecht in Mithaftung für das aktuelle Handeln Russlands zu nehmen. Da der russische Großaktionär Mordaschow jetzt nicht mehr im Aufsichtsrat vertreten sei, ebenso wie ein weiteres russisches Mitglied des Gremiums, gebe es überhaupt keinen Anlass, das Unternehmen weiter in dieser Hinsicht zu kritisieren.

 

Die Vorsitzende des Reisebüroverbandes VUSR, Marija Linnhoff sagte dazu: „TUI hat sich nach der anfänglichen Kritik deutlich distanziert und auch die beiden in Debatte stehenden russischen Anteilseigner haben entsprechende Konsequenzen gezogen und den Aufsichtsrat des Unternehmens verlassen. Angesichts der Dynamik der Situation und den Besonderheiten des Aktienrechts hat das Unternehmen schnell reagiert. Es gibt deshalb aus unserer Sicht keinen Grund, die TUI als Reiseveranstalter in irgendeinen Zusammenhang oder gar eine Mithaftung zu nehmen, wie wir das immer wieder gehört haben.“ Die TUI sei ihrer Rolle und Verantwortung in dieser Frage gerecht geworden.

 

Es wäre fatal, so Linnhoff weiter, wenn dem Konzern auch im Hinblick auf seine Zukunftsfähigkeit jetzt dauerhaft ein falsches Label angehängt würde. Die Verbandschefin: „Die TUI ist ganz sicher nicht gleich Russland und Russland ist nicht gleich Putin. Die Tourismuswirtschaft wird wahrscheinlich auch wieder unter dieser Krise leiden. Deshalb ist es wichtig, dass wir als Branche ein klares Signal setzen gegen den Krieg, aber auch gegen Schuldzuweisungen, wo sie nicht angebracht sind.“

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Reisebüros erklären Solidarität mit Ukraine



Linnhoff: Tourismuswirtschaft muss Verhältnis zu Russland klären

 

Angesichts der russischen Invasion in der Ukraine hat der Reisebüroverband VUSR der Ukraine und ihrer Bevölkerung die volle Solidarität des Reisevertriebs in Deutschland erklärt. Nur wenige Branchen seien so sehr auf Frieden und Freiheit angewiesen wie die Reisebranche. Deshalb könne das Schicksal eines Landes und vor allem das Schicksal der Menschen in der Ukraine die Tourismuswirtschaft nicht kalt lassen. Vor diesem Hintergrund und der Brutalität des russischen Vorgehens müssten auch deutsche Reiseunternehmen wie die TUI, die zu einem großen Teil in russischem Besitz seien, ihr Verhältnis zu Russland in dieser Krise klären.

 

Die Vorsitzende des Verbandes unabhängiger selbständiger Reisebüros VUSR, Marija Linnhoff sagte dazu: „Die Ereignisse in der Ukraine erschrecken uns und machen uns tieftraurig. Unsere Solidarität als Reisevertrieb gilt den Menschen in der Ukraine, die durch die Aggression Russlands jetzt um ihr Leben und ihre Heimat kämpfen oder diese vielfach schon auf der Flucht vor russischen Truppen verlassen haben. Gerade unsere Branche, die für Lebensfreude und Weltoffenheit steht, kann sich nicht in Gleichgültigkeit abwenden, sondern muss ein klares Zeichen setzen. Wir als Reisebüros stehen zur Ukraine und ihren Menschen und wir wünschen uns Frieden und Freiheit für alle Menschen. Aggression, Invasion und Unterdrückung müssen als solche benannt werden! Gleichgültigkeit, gerade von gesellschaftlicher und unternehmerischer Seite, würde das Signal geben, dass einem das Schicksal der Menschen und des Friedens und damit auch der Grundlage der Tourismuswirtschaft, egal sind.“

 

Linnhoff fordert deshalb auch ein klares Signal der gesamten Tourismuswirtschaft in Deutschland. Vor allem müssten Unternehmen wie die TUI, die stark von russischen Interessen abhängig seien, ihr Verhältnis zu Russland und den Ereignissen dort klären. Die Verbandschefin erklärt dazu: „Wir brauchen einen lauten Schulterschluss der ganzen Branche. Unsere Botschaft muss klar sein: Die Ukraine ist die Nagelprobe für Frieden und Freiheit. Deshalb müssen wir klar kommunizieren und uns bekennen. Wir brauchen als gesamte Tourismuswirtschaft ein vernehmbares Signal.“ Auch Branchenprimus TUI müsse sich klar bekennen und vom russischen Vorgehen distanzieren. Der Bund müsse überdies dafür sorgen, dass kein Staatsgeld über einen TUI-Umweg beim russischen Oligarchen und TUI-Großaktionär Mordaschow lande, der als Putin-Intimus gilt. Dies sicherzustellen, sei auch Aufgabe des TUI-Managements.

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Buchungslage

 

Die aktuelle Buchungslage sorgt in den Reisebüros nach vielen Monaten Pandemie für eine positive Grundstimmung. Dennoch wird diese Euphorie gebremst. Denn ob die Reisen tatsächlich stattfinden, hängt nicht nur von Corona und möglichen neuen Varianten ab. Auch der Russland/Ukraine Konflikt und mögliche Sperrungen des europäischen Luftverkehrs schweben wie das Schwert des Damokles über der Branche. Hier muss die Bundesregierung präventiv tätig werden, um im Worst-Case monetäre Hilfe zur Verfügung stellen zu können.

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Reisebüros sind weder Whitney Houston noch ihr Bodyguard Bundesregierung muss bei der Ü-Hilfe III stark nachlegen

(Iserlohn/rok) „Vieles, was die Kanzlerin sagt und tut, kann ich verstehen. Ich muss aber nicht auch für alles Verständnis haben!“, betont die Vorsitzende des VUSR Bundesverbands, Marija Linnhoff. „Und irgendwann muss doch auch mal Schluss sein!“ Insbesondere die ungeschickt einseitige Wortwahl der Regierungspolitiker im Blick auf Kontaktvermeidung und Infektionsübertragung durch Fortbewegung stößt auf.

Linnhoff weiter: „Reisebüroinhaberinnen und Reisebüroinhaber in ganz Deutschland haben die Bundesregierung bisher gern bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der Pandemie unterstützt. Eben auch, weil nach anfänglichen Unwegsamkeiten dann parallel zielgenaue und allgemein verträgliche Hilfspakete für die allermeisten Reisebüros geschnürt wurden. Das wissen entscheidende Politikerinnen und Politiker. Doch eines ist auch klar: Wir können und werden unsere eigene Existenz nicht bis zur Selbstaufgabe aufs Spiel setzen, nur damit die Kanzlerin und die Ihren gut dastehen. Zumal die Neuauflage der Ü-Hilfe III noch immer nicht die Grundlage schafft, einen solchen Einsatz finanziell abzufedern!“

Was genau ist passiert? Laut Medienberichten soll sich die Kanzlerin mit Herrn Söder in der Weise geäußert haben, das „Reisen“ an sich und komplett unterbinden zu wollen. Es sollen jüngst Sätze gefallen sein wie: „Man kann zwar 15 Kilometer Sperrzone einführen, aber es ist schwer, Reisen in die Welt zu verbieten. (…) Wir müssen den Flugverkehr so ausdünnen, dass man nirgendwo mehr hinkommt.“ Was hierbei allerdings niemanden zu stören scheint: Sowohl Frau Dr. Merkel, wie auch Länderchefinnen und Länderchefs und viele andere Stimmen wollen gar nicht das touristische „Reisen“ an sich verbieten. Vielmehr geht es um eine weitere Einschränkung des bereits begrenzten Bewegungsfreiraums über Ländergrenzen hinweg.

„Die Bundesregierung bringt sich in eine fatale Lage,“ regt sich die Verbands-Vorsitzendes auf.
„Zunächst unterlässt sie es bis dato, die Ausgestaltung der Ü-Hilfe III wirklich der veränderten Corona-Lage anzupassen. Und nun dreht sie das Messer in der offenen Wunde der Reisebüros durch nicht ausgeklügelte Formulierungen noch um! So wird es nicht mehr lange dauern, dann werden Politik und Medien es geschafft haben, ein positiv belegtes und bei Bürgern wertvolles Wort wie „Reisen“ so in den Dreck zu ziehen und dadurch als Pandemietreiber zu diffamieren, dass die negativen Spätfolgen dieser Wortverdrehung auch in den kommenden Zeiten der Lockerung und zum Ende der Pandemie Menschen grundsätzlich abhalten, sich zum Ziel der Erholung und des kulturellen Austauschs über Ländergrenzen hinweg zu bewegen.“

Linnhoff abschließend: „Ich kann und will nicht verstehen, wie Menschen, die ich sonst sehr schätze, sich so unmöglich ungeschickt ausdrücken können und damit die Existenz von mehr als 100.000 Reisebüromitarbeiterinnen und Reisebüromitarbeitern aufs Spiel setzen! Diese Spielchen müssen endlich aufhören. Hier muss in doppelten Sinne Abhilfe geschaffen werden. Die Bundesregierung muss nun auch nachlegen! – Zumal so auch überhaupt nicht über die Pannen bei der Impfstoffbesorgung und -verteilung hinweggetäuscht werden kann!“

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„Schluss mit unqualifizierten Randbemerkungen“: VUSR-Vorsitzende kritisiert jüngste Äußerungen des Bundesaußenministers

Iserlohn, den 10. Juni 2020 (w&p) – „Wir brauchen Ermutigung und Perspektiven, keine neuen Drohungen“: Marija Linnhoff, Vorsitzende des Verbands unabhängiger selbständiger Reisebüros e.V. (VUSR), übt heftige Kritik an jüngsten Äußerungen von Bundesaußenminister Heiko Maas. Er hatte Urlauber in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ davor gewarnt, sich auf neuerliche Rückholaktionen der Bundesregierung zu verlassen.

„Mit einer solch wenig durchdachten und unqualifizierten Äußerung just zum Ende der allgemeinen Reisewarnungen sät Heiko Maas völlig unangebrachte Zweifel in den Köpfen von Urlaubswilligen“, beanstandet Marija Linnhoff. „Und dies zu einem Zeitpunkt, an dem die über 100.000 Mitarbeiter/innen in den deutschen Reisebüros nahezu am Ende ihrer Kräfte sind, da sie über Wochen hinweg hinter geschlossenen Ladentüren ehrenamtlich das Vorort-Krisenmanagement der Veranstalter gestemmt haben.“

Die Verbandsvorsitzende weiter: „Die Äußerung des Außenministers hat zudem keinerlei inhaltliche Relevanz, da sich im Rahmen der Pauschalreise immer der Veranstalter für die Beförderung der Reisegäste verantwortlich zeigt und dies auch entsprechend gesetzlich geregelt ist. Nur bei einzeln gebuchten Flügen könnte es zu eventuellen Unwegsamkeiten kommen, die allerdings die Fürsorgepflicht des Staates für seine Bürger nicht aushebelt.“ Ihr Appell an den Spitzenpolitiker: „Herr Maas sollte sich einfach zurückhaltender äußern.“

Deutlich wichtiger als solch abschreckenden Äußerungen ist in den Augen der VUSR-Vorsitzenden die Unterstützung der Reisebüros von Seiten des Auswärtigen Amtes und durch die Reiseveranstalter, im Rahmen der vorvertraglichen Informationspflichten endlich die notwendigen Reisehinweise in verständlicher und übersichtlicher Form zu liefern, damit die Expedienten die Reisegäste gut und vertrauensvoll informieren könnten. „Hier sollte Herr Maas im Interesse der mehr als 10.000 Reisebüros in Deutschland besser auf die sich zum Teil täglich ändernden Bedingungen reagieren, als durch unqualifizierte Randbemerkungen in bundesweiten Medien reisefreudige Menschen davon abzuhalten, endlich wieder unterwegs zu sein und dabei auch die Unterstützung der lokalen Reisebüros in Anspruch zu nehmen“, bekräftigt Marija Linnhoff.

Über den VUSR:

Der Verband unabhängiger selbständiger Reisebüros e.V. (VUSR) fördert Reisevermittler in gewerblichen, politischen, wirtschaftlichen, beruflichen und rechtlichen Belangen. Gegründet wurde er während der Umsetzungsphase der Pauschalreiserichtlinie als neue, starke Interessenvertretung für den Reisebürovertrieb. Drei Jahre nach seinem Start gehören dem VUSR bundesweit rund 2.500 Reisebüromitglieder, Förderer und assoziierte Mitglieder an.

 

Für Rückfragen:

Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros e.V. (VUSR)

Tel: 02371-151955

Email: info@vusr.de

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Bundesregierung spielt auf Zeit

VUSR sieht Hunderttausend Arbeitsplätze im Reisebürovertrieb gefährdet

Iserlohn, den 23. April 2020 (w&p) –


Mit Entsetzen reagiert der Branchenverband VUSR auf Anzeichen, dass die Bundesregierung trotz der vorliegenden ablehnenden Direktive der EU-Kommission an der Durchsetzung des Zwangsgutscheins bei abgesagten und noch abzusagenden Reisen festhält.„Sollte dies eintreten, werden Verbraucher und Reisebüros, die unverschuldet in die derzeitige Situation geraten sind, vom Staat durch die aktive Aussetzung von Verbraucherrechten dazu gezwungen, ihre Ansprüche in jahrelange, zinsfreie Kredite für Reiseveranstalter wie z.B. der TUI umzuwandeln“, kritisiert die VUSR-Vorsitzende Marija Linnhoff.

Völlig unverständlich sind für sie die Beweggründe der Bundesregierung. „Offenbar hat der Bund zum Ziel, in einer Größenordnung von rund 1,8 Milliarden Euro circa 4.000 Arbeitsplätze bei der TUI zu retten“, mutmaßt die Branchen-Expertin. „Warum aber stehen für die mehr als 100.000 Branchen-Mitarbeiter, z.B. in kleinen und mittelständischen Reisebüros in Deutschland, nicht 500 Millionen Euro Direkthilfe zur Verfügung?“.

Marija Linnhoff fordert, dass sich die Soforthilfe für die mittelständischen Reisebüros an den generierten Provisionen für das Geschäftsjahr 01.11.2019 – 31.10.2020 orientiert und von der Bundesregierung noch im ersten Halbjahr 2020 an die Reisebüros ausbezahlt wird.

Zugleich weist der VUSR in diesem Zusammenhang auf das „Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen“ (Infektionsschutzgesetz – IfSG) hin, in dem es sinngemäß heißt: Erhalten Selbständige ein Verbot in der Ausübung ihrer bisherigen Erwerbstätigkeit und erleiden dadurch einen Verdienstausfall, erhalten sie eine Entschädigung.„

Die Reisebüros haben bzw. werden aufgrund der zahlreichen Reiseabsagen wegen Covid-19 bis zu 95 Prozent ihrer Jahreseinkünfte verlieren“, warnt Marija Linnhoff. „Darüber hinaus haben sie die doppelte bis hin zu dreifache Arbeit bei der Rückabwicklung zu leisten – eine Tätigkeit, die niemand bezahlt. Es stehen aktuell 100.000 Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der selbstständigen Tätigkeit von deutschen Reisebüros zur Disposition.“

Die Verbandsvorsitzende verweist nochmals auf die längst umsetzbaren Vorschläge für einen Reise-Rettungsfonds, der den verantwortlichen Stellen in den entsprechenden Ministerien u.a. von Seiten des VUSR und des Verbraucherschutzes vorliegt. „Dieser Weg wird auch von Seiten der EU unterstützt und bietet eine europarechtlich abgesicherte Lösung, wie sämtliche Reiseunternehmer vor einer Insolvenz geschützt werden und die Verbraucherinnen und Verbraucher ihr Recht auf Rückerstattung beibehalten können, bekräftigt die VUSR-Vorsitzende.

„Überhaupt nicht nachvollziehbar und schlichtweg erschreckend ist, dass wir bei diesem wirtschaftlich so bedeutenden Thema für die Branche nicht einen Schritt weiter als zu Beginn des Pandemie-Chaos sind“, konstatiert Marija Linnhoff. Auch stelle ein eventuell drohendes EU-Vertragsverletzungsverfahren keinen guten Einstieg in die EU-Ratspräsidentschaft der Bundesrepublik ab Juli 2020 dar. „Diese wird schon schwierig genug, als dass sich die Akteure dort dann auch noch Rechtsbruch mit nationalstaatlicher Intention vorwerfen lassen müssen“, so die VUSR-Vorsitzende.

Über den VUSR:
Der Verband unabhängiger selbständiger Reisebüros e.V. (VUSR) fördert Reisevermittler in gewerblichen, politischen, wirtschaftlichen, beruflichen und rechtlichen Belangen. Gegründet wurde er während der Umsetzungsphase der Pauschalreiserichtlinie als neue, starke Interessenvertretung für den Reisebürovertrieb. Drei Jahre nach seinem Start gehören dem VUSR bundesweit rund 2.500 Reisebüromitglieder, Förderer und assoziierte Mitglieder an.

Für Rückfragen:
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Tel: 02371-151955
Email: info@vusr.de

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Branchenverband VUSR positioniert sich ganz klar gegen Gutschein-Lösung

„Verbraucher und Reisebüros dürfen nicht zu zinsfreien Nothilfebanken der Reiseveranstalter und Airlines gemacht werden“

(Iserlohn, 27.03.20) „Gutscheine anstelle von Bargeld ist keine Lösung“, bekräftigt Marija Linnhoff im Namen des Verbands unabhängiger selbständiger Reisebüros e.V. (VUSR). Damit spricht sich der VUSR klar gegen die derzeit im Raum stehende Option für Unternehmen in der Reiseindustrie aus, entgangene Reiseleistungen aufgrund der Corona-Situation weltweit mit unabgesicherten Gutscheinen zu kompensieren. „Die Bundesregierung sollte jetzt schnellstens für ihr wieder einmal (!) desolates Fehlverhalten bei der Umsetzung von Gesetzen Verantwortung übernehmen“, kritisiert die VUSR-Vorsitzende Marija Linnhoff scharf. „Es kann nicht angehen, dass Gutscheine als Allheilmittel für die Kunden und Reisebüros sowie den Schutz der Verbraucher angesehen werden. Diese Variante ist definitiv nicht das richtige und adäquate Mittel zur Lösung der Liquiditätsprobleme einiger Reiseveranstalter und Airlines.“

Die VUSR-Vorsitzende legt großen Wert darauf, dass den Kunden der Anspruch auf Rückzahlung von bereits geleisteten Beträgen bei Pauschalreisen BGB 651h erhalten bleibt und sie diese zeitnah rückerstattet bekommen. „In einer Zeit, in der die Kunden selbst nicht wissen, wie es weitergeht, kann man nicht erwarten, dass Kunden und Reisebüros zu Banken der Veranstalter gemacht werden“, moniert Marija Linnhoff. „Hier muss die Bundesregierung als Bürge für die Veranstalter im Hinblick auf die zu erstattenden Kundengelder sowie die Provisionen eintreten, denn die Bundesregierung hat es wieder einmal wider besseren Wissens versäumt, eine funktionierende Kundengeldabsicherung zu verabschieden.“

Marija Linnhoff tritt vehement für die Belange der rund ca. 20.000 betroffenen selbstständigen Reiseverkäufer ein, deren liquide Mittel seitens der Veranstalter abgebucht werden, ohne die Kundengelder zu erstatten. „Es kann nicht angehen, dass sie sich zur Rettung der Reiseveranstalter und Airlines opfern müssen“, betont Marija Linnhoff. „Somit ist es allerhöchste Zeit, dass die Bundesregierung faire und konsequente Maßnahmen ergreift und die gesamte Reisebranche damit zugleich in ihrer großen Krise stützt.“

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Der Verband unabhängiger selbständiger Reisebüros e.V. (VUSR) fördert Reisevermittler in gewerblichen, politischen, wirtschaftlichen, beruflichen und rechtlichen Belangen. Gegründet wurde er während der Umsetzungsphase der Pauschalreiserichtlinie als neue, starke Interessenvertretung für den Reisebürovertrieb. Drei Jahre nach seinem Start gehören dem VUSR bundesweit rund 2.500 Reisebüromitglieder, Förderer und assoziierte Mitglieder an.