Kategorien-Archiv Pressemitteilungen

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

Reisebüros wollen Absicherung für Provisionen bei Veranstalterpleiten


VUSR: Reisebüros dürfen am Ende nicht auf Schaden sitzen bleiben

Nach der Anhörung zum Reisesicherungsfonds im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages haben die Reisebüros eine Absicherung ihrer Provisionen bei etwaigen Veranstalterpleiten angemahnt. Dazu sei man bereit, auch einen Beitrag zur Absicherung zu leisten. Es sei nämlich schwer nachvollziehbar, dass die Reisebüros auf dem Schaden durch Insolvenzen im Veranstalterbereich sitzen bleiben sollen. Der Ausschluss der Reisebüros sei ein Konstruktionsfehler bei der Neugestaltung der Absicherung gewesen, den man aber bei der Novellierung korrigieren könne. Mit einem niedrigen Beitrag seien viele Reisebüros bereit, in den Sicherungsfonds einzuzahlen, um in der Folge besser abgesichert zu sein.

Verbandschefin Marija Linnhoff will deshalb eine Aufnahme der Absicherung des Vertriebes in den Leistungskatalog des DRSF erreichen. Sie sagte: „Bei einer Veranstalterpleite sind die Reisenden zurecht abgesichert, wenn sie eine Pauschalreise gebucht haben. Der Reisevertrieb hingegen, der seine Arbeit gemacht hat bleibt erwartbar auf seinen Ausfällen sitzen, längst erarbeitete Provisionen bleiben aus. Das kann im klein- und mittelständisch geprägten Reisevertrieb viele Existenzen und Arbeitsplätze kosten. Deshalb muss die Möglichkeit geschaffen werden, dass auch Reisebüros in den Fonds mit niedrigen Beiträgen, gemessen an ihrem Risiko, einzahlen können und damit eine Absicherung für den Fall der Fälle aufbauen können.“

Linnhoff appellierte an die Bundesregierung, die Reisebüros als wichtige Mittler in der Reisekette in der Frage der Absicherung in den Blick zu nehmen. Die Reisebüros seien wichtig für die Tourismuswirtschaft und auch für die Innenstädte. Die Verbandsvorsitzende fordert deshalb eine Debatte, wie die Reisebüros in die Absicherung integriert werden könnten: „Wir stehen zu Gesprächen bereit, wie man den Vertrieb in die Absicherung integrieren könnte. Wichtig ist, dass die Frage bei der Evaluierung vom Gesetzgeber offen mitdiskutiert wird, im Interesse der ganzen Tourismuswirtschaft.“

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Reisebüros und FTI-Übernahme: „Kröte schlucken“ im Interesse der Branche


Linnhoff: Situation bei FTI birgt hohe Risiken für Steuerzahler

Der Reisebüroverband VUSR hat eine mögliche Übernahme von FTI durch Rewe als „nicht schön, aber trotzdem zweckdienlich“ für die Tourismusbranche bewertet. Verbandschefin Linnhoff sieht in der gegenwärtigen Erholungsphase der Tourismuswirtschaft nach Corona und im Schatten eines Krieges in Europa mehr Vor- als Nachteile durch die mögliche Übernahme. So oder so gebe es ein finanzielles Risiko für den Steuerzahler. Um den Totalverlust der stillen Beteiligung des Bundes an FTI zu vermeiden und auch das Ausfallrisiko für Deutschen Reisesicherungsfonds zu minimieren, müsse man auch ernsthaft einen teilweisen Schuldenschnitt wenigstens prüfen.

Linnhoff sagte dazu: „Man muss eine Übernahme von FTI durch Rewe nicht feiern, aber in der jetzigen Situation würde es zur Stabilisierung der Reisebranche beitragen, die jahrelang unter Corona gelitten hat und jetzt unter dem Eindruck eines schrecklichen Krieges in unmittelbarer Nachbarschaft arbeiten muss. Jetzt wo die Buchungszahlen dennoch wieder auf das Niveau von 2019 oder darüber steigen, ist das Letzte, was die Branche braucht, eine Debatte über die Leistungsfähigkeit eines sehr großen Anbieters. Deshalb muss man diese Gespräche nicht großartig finden, aber die Kröte kann und sollte man im Interesse der ganzen Branche schlucken. Es wäre auch ein erster Schritt zur Wiederaufnahme der Konsolidierung der Branche, die durch Corona unterbrochen wurde, nur dass sie in einem Übernahmeszenario geordneter und planbarer vonstattengingen.“ FTI sei u.a. aufgrund seiner geringen Eigenkapitalquote von vielen schon vor Corona als Wackelkandidat betrachtet worden.

Die Verbandschefin sieht aber egal in welchem Szenario Risiken für den Steuerzahler. Dies müsse man offen und ehrlich kommunizieren und schauen, wie man dieses Risiko minimiert und gleichzeitig FTI und der Branche hilft. Linnhoff: „Rettet man FTI -warum auch immer- nicht, kostet das die Steuerzahler in Bayern und im Bund viel Geld, stille Einlagen aus der Krise wären unwiderruflich verloren. Bei einer Pleite müsste zudem dann der neue Kundengeldabsicherungsfonds einspringen. Da ist aber noch nicht genug Geld drin, also muss wieder der Steuerzahler ran, weil die Bundesregierung für den Fonds bürgt, bis genügend Geld drin ist. Ein Schuldenschnitt für FTI könnte den Steuerzahlern wenigstens einen Teil ersparen. Deshalb sollte man diesen wenigstens ernsthaft prüfen, auch wenn diese Option schwer vermittelbar sein sollte. Das müsste man schlicht rechnen.“

Kartellrechtliche Bedenken hält der VUSR hingegen für überschaubar. Vorbehaltlich einer genauen Prüfung durch die zuständigen Behörden, könne man bereits jetzt erkennen, dass bei einer Übernahme der FTI durch Rewe keine marktbeherrschende Stellung entstehe, so Linnhoff

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Reisebüros warnen Airlines und Flughäfen vor erneutem Chaos in der Ferienzeit


Linnhoff: Alle Vorbereitungen treffen, damit Erwartungen der Reisenden erfüllt werden können

Der Bundesverband der Reisebüros VUSR hat Fluggesellschaften und Flughäfen davor gewarnt, leichtfertig auf ein erneutes Chaos an den Flughäfen in den kommenden Ferienzeiten zuzusteuern. Keines der großen Probleme sei nachhaltig gelöst während gleichzeitig die Nachfrage in den Reisebüros sehr hoch sei. Damit steuere die Branche wieder hausgemacht auf ein weiteres Reisejahr zu, dass am Ende enttäuschte Kunde zurückzulassen drohe. Erste Informationen kämen im Vertrieb bereits an, dass Flüge buchbar seien, die offenbar nie abheben werden. Das führe zu Verdruss bei Kunden und in den Reisebüros.

Verbandschefin Marija Linnhoff appelliert an Airlines und Flughäfen, zeitnah die Weichen für ein möglichst reibungsloses Reisejahr zu stellen. Sie sagte: „Es ist paradox: Die Nachfrage ist riesig und wir freuen uns alle, dass die Menschen trotz diverser Krisen und finanzieller Sorgen verreisen wollen und gleichzeitig sehen wir doch schwarze Wolken am Horizont, die uns sagen, dass Airlines und Flughäfen vielfach ihre Hausaufgaben aus dem Krisenjahr 2022 nicht gemacht haben und keines der großen Probleme wirklich gelöst ist. Damit drohen im schlimmsten Fall wieder Ausfälle von Flügen, die wir jetzt schön am Counter verkaufen und auch Chaos an den Flughäfen ist bei großem Andrang wieder nicht auszuschließen.“

Der VUSR fordert deshalb Transparenz und eine forcierte Vorbereitung auf das Reisejahr. Linnhoff: „Alle Beteiligten sollten jetzt wissen, woran sie sind. Welche Vorbereitungen hat die 2022 eingesetzte Taskforce getroffen, wie haben sich Airlines, Flughäfen und die Bundespolizei auf die kommenden Ferien vorbereitet und wie ist die Prognose der Airlines bezüglich Flugstreichungen im vor uns liegenden Reisejahr? Wie ist der Stand des Personalaufbaus im Abfertigungsbereich der Airports und haben die Airlines die Servicekette im Griff? Diese Fragen sollten zeitnah von den Verantwortlichen beantwortet werden.“

Die Reisebüros fürchten einen Reputationsschaden für die ganze Branche, wenn die Erwartungen der Kunden das zweite Jahr in Folge enttäuscht würden. Marija Linnhoff: „Unsere Kunden wollen Verlässlichkeit und Planbarkeit. Das muss die Branche nach dem vergangenen Jahr liefern, sonst wird es schwer, die Kunden zum Wiederkommen zu bewegen. Die Branche hat ihr Schicksal selbst in der Hand.“

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VUSR bedauert Weggang von Claudia Müller


Linnhoff: Tourismuswirtschaft braucht jetzt politische Kontinuität

Der Bundesverband der Reisebüros VUSR hat der bisherigen Tourismuskoordinatorin der Bundesregierung Claudia Müller zur Ernennung als Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gratuliert. Dennoch bedauere man sehr, dass Müller jetzt die Position innerhalb der Regierung wechsele. Die Grünen-Politikerin sei eine kompetente und offene Ansprechpartnerin für die Tourismuswirtschaft gewesen. Nach ihrem Weggang müsse die Koalition für die Tourismuskoordination jetzt Kontinuität bis zum Ende der Wahlperiode sichern.

Verbandschefin Marija Linnhoff sagte dazu: „Wir waren mit Claudia Müller sehr zufrieden und bedauern deshalb Ihren Wechsel ins Landwirtschaftsministerium. Dennoch gratulieren wir Claudia Müller natürlich zu ihrer neuen verantwortungsvollen Aufgabe als Staatssekretärin. Wir sind sicher, dass sie auch diese Aufgabe mit großem Einsatz ausfüllen wird und hoffen, dass sie auch in ihrer neuen Rolle der Tourismuswirtschaft gewogen bleibt. Anknüpfungspunkte sind ja über Themen wie Ländliche Räume oder Gastronomie deutlich vorhanden.“

Linnhoff sieht nach der Beförderung Müllers die Bundesregierung in der Pflicht, jetzt für Kontinuität in der Tourismuskoordinierung der Regierungsarbeit zu sorgen. Die Verbandschefin sagte dazu: „Die Tourismuswirtschaft braucht gerade in Krisenzeiten verlässliche Ansprechpartner in der Bundesregierung. Personalwechsel in herausfordernden Zeiten bremsen die notwendige zügige Arbeit an den vielen Aufgaben aus. Deshalb sollte jetzt schnell für eine Besetzung der Koordinatorenposition gesorgt werden und das idealerweise für die verbleibenden drei Jahre der laufenden Legislaturperiode.“ Eine Aufwertung der Position in den Rang eines Staatssekretärs oder einer Staatssekretärin würde zudem der Bedeutung der Branche für den Wirtschaftsstandort Deutschland gerecht, so Linnhoff.

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Reisebüroverband VUSR sieht wachsende Bereitschaft für mehr Kooperation in der Branche

Parlamentarischer Abend mit großer Beteiligung von Politik und Tourismuswirtschaft

VUSR-Chefin Marija Linnhoff gemeinsam mit Thomas Ellerbeck und Jens Spahn
(Foto: Carolyn Christin Gläsener)

Der Reisebüroverband VUSR sieht eine wachsende Bereitschaft zu mehr Kooperation in der Branche. Anlässlich des ersten Parlamentarischen Abends des Verbandes im Deutschen Bundestag am Montag sagte die Vorsitzende Marija Linnhoff, dass die mehrfachen Krisen der vergangenen drei Jahre die Notwendigkeit für eine bessere verbandsübergreifende Zusammenarbeit deutlich gemacht hätten. Mit mehr Gemeinsamkeit könne man auch mehr bewegen für die Zukunft der Tourismuswirtschaft. Der regelrechte Wettbewerb verschiedener Verbände und Bündnisse habe -bei aller Notwendigkeit der Vertretung unterschiedlicher Interessen-dazu geführt, dass die Branche nicht als einig wahrgenommen wurde. Das müsse man angesichts der Ungewissheiten der Zeit zu überwinden versuchen. Zum Austausch mit der Politik hatten sich am Montag nicht nur zahlreiche Bundespolitiker beim VUSR eingefunden, sondern auch Vertreter von Reiseveranstaltern und anderen Organisationen.

Verbandschefin Marija Linnhoff sagte dazu: „Unser Parlamentarischer Abend hat gezeigt, dass wir als Reisebüros einen wichtigen Platz im politischen Raum haben und wir da mittlerweile sehr ernst genommen werden. Zahlreiche Abgeordnete, mit den ehemaligen Bundesministern Jens Spahn und Anja Karliczek an der Spitze, haben mit ihrer Anwesenheit gezeigt, dass die Tourismuswirtschaft sehr wohl ein politisches Standing hat. Das wäre aber noch größer, wenn die Branche mehr Gemeinsamkeit im Inneren zeigen würde. Wir erkennen aber, dass es eine wachsende Bereitschaft in der Branche gibt, dies zu überwinden. Daran müssen wir arbeiten um das Standing der Tourismuswirtschaft gemeinsam zu verbessern.“

Besonders erfreut waren Linnhoff und die Gäste über die Anwesenheit von Thomas Ellerbeck, Mitglied des Group Executive Committee der TUI AG. In der Vergangenheit hatte es zwischen Reisebüros und TUI immer wieder Dissens gegeben. Linnhoff: „Dass Thomas Ellerbeck bei uns war, hat auch gezeigt, dass wir gemeinsam die Zukunft der Branche im Blick haben sollten. Das war auch eine Geste, die in der Welt der Reisebüros sehr wohl wahrgenommen wird.“ Nahezu alle Fraktionen des Deutschen Bundestages waren bei der VUSR-Veranstaltung vertreten, ebenso wie der neue Präsident des Travel Industry Clubs, Markus Tressel, weitere Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden und Studenten der HWR Berlin.

Partner des Abends war die nationale spanische Tourismuszentrale Turespana. Deren Leiter, Álvaro Blanco Volmer, freute sich über die große Wertschätzung deutscher Touristen auch für sein Land. Er brach eine Lanze für einen nachhaltigen Tourismus und sprach von einer „Industrie des Selbstwertgefühls der Reisenden“. Linnhoff: „Wir danken Turespana für die Unterstützung dieses Abends. Das zeigt auch, dass die Destinationen dem Reisevertrieb eine hohe Bedeutung beimessen. Als Verband des Reisevertriebs sind wir eben nicht nur Ansprechpartner für die Politik, sondern auch für die Zielgebiete unserer Reisenden, die wir beraten. Das wollen und werden wir weiter ausbauen.“

Applaus für Thomas Ellerbeck
(Foto: Carolyn Christin Gläsener)
Thomas Ellerbeck im Gespräch mit Reiseverkäufern.
(Foto: Carolyn Christin Gläsener)
Linnhoff gemeinsam mit Álvaro Blanco Volmer, Leiter der spanischen Tourismuszentrale Turespana.
(Foto: Carolyn Christin Gläsener)
Von links.: Heike Brehmer, Michael Donth, Anja Karliczek und Markus Tressel.
(Foto: Carolyn Christin Gläsener)
Tolles Ambiente im Bundestag
(Foto: Carolyn Christin Gläsener)
Ein spanisches Buffet rundete den Abend ab
(Foto: Carolyn Christin Gläsener)
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VUSR kritisiert Klimaaktion am BER

Linnhoff: Schwerer Eingriff in Luftverkehr absolut kein adäquates Mittel. Frage nach Wirksamkeit der Sicherheitsvorkehrungen am BER

Der Reisebüroverband VUSR hat die Störung des Flugverkehrs am BER durch Klimaktivisten der „Letzten Generation“ scharf kritisiert. Klimaschutz sei ein Menschheitsthema und deshalb sei es auch sehr wichtig darüber zu streiten, wie er am besten erreicht werden könne. Allerdings sei ein schwerer Eingriff in den Luftverkehr absolut kein adäquates Mittel der Auseinandersetzung. Mit dieser Aktion hätten die Aktivisten sich und andere in Gefahr gebracht und sich damit und ihrem wichtigen Anliegen selbst einen Bärendienst erwiesen. Akzeptanz und Diskussionsbereitschaft erreiche man nicht mit dem Stürmen eines Flughafens. Allerdings müsse man auch die Frage stellen, wie Aktivisten es mit Fahrrädern und sonstigem Gerät überhaupt unbehelligt in sensible und üblicherweise stark bewachte Bereiche eines deutschen Verkehrsflughafens schaffen konnten.

Verbandschefin Marija Linnhoff sagte dazu: „Mit dieser Aktion haben die Aktivisten sich selbst und ihrem wichtigen Anliegen einen Bärendienst erwiesen. Ein schwerer Eingriff in den Luftverkehr ist kein Spaß und kann auch nicht durch das stärkste Anliegen gerechtfertigt werden, weil sie potenziell Menschen in Gefahr bringt, auf der Seite der Reisenden und Beschäftigten am Flughafen und bei den Airlines und auch bei den Aktivisten selbst. Das geht überhaupt nicht.“

Linnhoff stellt aber auch die Frage, wie Aktivisten in einen üblicherweise hochgesicherten Flughafenbereich gelangen konnten, ohne dass sie schon vorher daran gehindert wurden, mit dem Fahrrad in der Nähe einer Landebahn umherzufahren oder sich auf einer Runway festzukleben. Die Verbandchefin sagte dazu: „Eine Lehre aus dieser Aktion muss auch sein, dass die Sicherheitsvorkehrungen an einem internationalen Flughafen wie Berlin offenbar Lücken aufweisen, die es zulassen, dass Aktivisten da scheinbar ohne Problem hineingelangen können. Hier gibt es aus unserer Sicht Aufklärungsbedarf auch seitens des Flughafens und der Bundespolizei.“

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VUSR: Reisebüroverband ergänzt Vorstand

VUSR Vorstand 2022

Erste rein digitale Mitgliederversammlung des Verbandes tagte am Wochenende/ Linnhoff sieht zentrale Rolle des VUSR bei der Interessenvertretung des Vertriebs

Der bundesweit agierende Reisebüroverband VUSR hat am vergangenen Wochenende in einer rein digitalen Mitgliederversammlung seinen Vorstand komplettiert. Das war notwendig geworden, nachdem der bisherige Schatzmeister Christoph Hering aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für das Amt zur Verfügung stand. Neuer Schatzmeister des VUSR ist André Röckmann vom Reisebüro Ihre-Reisekette in Löningen. Die zuvor von ihm besetzte Funktion des Kassenprüfers wird künftig Heidi Kosow vom Reisebüro Calypso GmbH in Berlin wahrnehmen.

Verbandschefin Marija Linnhoff zog eine positive Bilanz der Arbeit des Verbandes. Der VUSR werde gehört und er werde mehr denn je gebraucht, auch um starre Denkmuster in der Branche aufzubrechen. Linnhoff kündigte zudem an, sich künftig noch stärker um hybride Vertriebskanäle zu bemühen.

Linnhoff dankte Christoph Hering für seine langjährige Arbeit im VUSR. Gleichzeitig betonte die Vorsitzende, wie wichtig die Arbeit für den Reisevertrieb gerade jetzt sei: „Wir müssen unendlich glücklich für jede Person sein, die sich in herausfordernden Zeiten mit Nachdruck und Durchsetzungsfähigkeit für den Reisevertrieb einsetzt. Deshalb ein großes Dankeschön an alle, die hier mitarbeiten und mitgearbeitet haben. Das ist ein großer, meist ehrenamtlicher Dienst an der Branche.“

Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass der VUSR als Bundesverband des Reisevertriebs gebraucht werde. Man habe wichtige Impulse gesetzt und der VUSR werde von Politik und Branche gehört. Linnhoff: „Wir haben mit vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern seit unserer Gründung dafür gesorgt, dass der Vertrieb nicht durch das Raster gefallen ist. Genau deshalb braucht es uns als Spartenverband und genau dafür machen wir uns stark. Der VUSR treibt an und lenkt das Licht auch auf die in der Branche, die oft im Schatten stehen und dabei sind wir sehr erfolgreich. Es bleibt aber noch sehr viel zu tun.“ Gerade in Krisenzeiten müsse man neue Impulse bringen und starre Denkmuster aufbrechen, so Linnhoff weiter. Das leiste der VUSR mit zunehmendem Erfolg.

Dem jetzt wieder kompletten Vorstand gehören Marija Linnhoff (1.Vorsitzende), Cyrus Nurischad (2.Vorsitzender) und André Röckmann (Schatzmeister) an!

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Fachkräftedebatte: VUSR mahnt zu mehr Eigeninitiative der Branche

 

Linnhoff: Ständige Rufe nach dem Staat fördern nicht das Vertrauen in die Branche

Der Bundesverband der Reisebüros VUSR hat in der aktuellen Debatte um die Lösung des Fachkräftemangels in der Tourismuswirtschaft mehr Eigeninitiative der Branche gefordert. Der Reisebüroverband kritisierte, dass in der öffentlichen Wahrnehmung aus der Branche meist nur Forderungen an den Staat gestellt würden, während die eigene Verantwortung der Branche weniger beleuchtet werde. Dies sei nicht zielführend, auch weil die Tourismuswirtschaft damit bei potenziellen Nachwuchskräften in ein falsches Licht gerate. Zuletzt hatte das Aktionsbündnis Tourismusvielfalt unter anderem eine Änderung der steuerlichen Förderung von Mitarbeiterunterkünften gefordert.

Verbandschefin Marija Linnhoff hingegen will auch mehr Eigenverantwortung und Initiative von der eigenen Branche: „Es ist völlig richtig, wenn wir über duale Ausbildung diskutieren und über strukturelle Verbesserungen, bei denen die staatliche Ebene unterstützen kann. Was mir aber bei allen Forderungen an den Staat zu kurz kommt, ist die Frage, was wir als Branche selbst tun können. Bevor wir über Steuerboni für Mitarbeiterunterkünfte sprechen und uns in sehr komplexen Detaildebatten verlieren, sollten wir auch über bessere Arbeitsbedingungen und eine Entlohnung sprechen, von der man gut leben kann.“ Dies seien heute für viele potenzielle Bewerber die entscheidenden Fragen, zunehmend auch für solche aus anderen Ländern. Hinzu käme auch die Frage einer langfristigen beruflichen Perspektive über Saisonzeiten hinaus.

Daher müsse man sich in der Debatte auch ein Stück weit „ehrlich machen“ und zügig an den eigenen „Baustellen“ der Branche arbeiten. Ständige Rufe nach dem Staat ließen das Vertrauen in die Branche bei Bewerbern neben den anderen Faktoren nicht wachsen. Linnhoff: „Wir tun uns selbst keinen Gefallen, wenn wir nicht auch selbstkritisch schauen, was wir tun können. Attraktive Arbeitsbedingungen und ein gutes Image der Arbeitsgeber, ohne dass man den Eindruck bekommt, der Staat wird ständig als Backup gebraucht: Das sind die entscheidenden Fragestellungen und da könnte die Branche selbst einen großen Beitrag leisten.“

Linnhoff wies darauf hin, dass Zuwanderung allein das Fachkräfteproblem gerade in der Touristik nicht lösen könne. Auch die Potenziale im Land müssten gehoben werden, mit guten Rahmenbedingungen: „Wenn wir wollen, dass auch wieder mehr Menschen bei uns begeistert von der Arbeit im Tourismus sind, dann brauchen wir ein gutes Image. Das haben wir meist selbst in der Hand und nicht der Staat.“

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VUSR begrüßt neue Fördermitglieder

Linnhoff: VUSR ist breit aufgestellt und sucht den Dialog mit dem ganzen Tourismus-Ökosystem

Der Bundesverband der Reisebüros VUSR hat weitere Fördermitglieder gewonnen. Mit der Reiseversicherung TAS, dem Travel Tech-Unternehmen GIATA aus Berlin, dem Reiseveranstalter Bentour Reisen und der Reiseplattform Reisen Aktuell erweitert der Verband seine Basis auch abseits der klassischen Mitgliederstruktur.

Verbandschefin Marija Linnhoff erklärte dazu: „Wenn wir die Interessen der Reisebüros effizient vertreten wollen, dann müssen wir unsere Basis verbreitern. In der gesamten touristischen Wertschöpfungskette gibt es einige wichtige Player, die für den Erfolg der Reisebüros extrem wichtig sind. Unser Ziel ist es, mit diesen Unternehmen in einen guten Dialog zu treten. Unsere neuen Fördermitglieder sind uns deshalb nicht nur herzlich willkommen, sie werden durch ihren Input und ihre Unterstützung unsere Interessenvertretung für die deutschen Reisebüros und den Tourismus unterstützen.“

Linnhoff kündigte an, der VUSR werde sich jetzt noch stärker um zusätzliche Fördermitglieder aus der Breite der Branche bemühen, insbesondere dort, wo eine enge Verbundenheit zur Arbeit des Reisevertriebs besteht. Nur mit einer Betrachtung und unter Einbeziehung des gesamten „Tourismus-Ökosystems“ könne die Branche für die drängenden Herausforderungen aufgestellt werden.

Gleichzeitig betonte Linnhoff, dass durch die Fördermitgliedschaft von Leistungsträgern und Dienstleistern im VUSR zwar der Dialog und der Austausch mit der Branche im Interesse der Mitglieder gestärkt werde, eine direkte Einflussnahme auf die Prozesse und Entscheidungen im VUSR dadurch aber nicht erwächst. „Die Mitgliederversammlung ist das höchste Organ im Verband und nur unsere ordentlichen Mitglieder geben durch Mehrheitsbeschlüsse die Richtung vor. Das macht den VUSR aus!“, bekräftigt Linhoff.