Kategorien-Archiv Pressemitteilungen

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

Outgoing-Tourismus: Reisebüros laden Bundestagsabgeordnete zum Dialog  


Im Vorfeld der kommenden Bundestagswahl rufen stationäre und mobile Reisebüros in ganz Deutschland dazu auf, den Dialog zwischen Politik und Branche zu intensivieren. Mit persönlichen Einladungen an Bundestagsabgeordnete setzen sich die Reisebüros dafür ein, die drängenden Herausforderungen des Outgoing-Tourismus zu thematisieren und politische Unterstützung zu gewinnen.

„Der Outgoing-Tourismus ist nicht nur ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein wichtiger Baustein für den Frieden auf der Welt, den internationalen Kulturaustausch aber auch die Sicherung zahlreicher Arbeitsplätze“, erklärt die 1. Vorsitzende, Marija Linnhoff. „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Belange der Reisebranche im politischen Diskurs stärker berücksichtigt werden.“

In den geplanten Gesprächen möchten die Reisebüros auf folgende zentrale Forderungen hinweisen:

1.⁠ ⁠Förderung des Outgoing-Tourismus als Garant für wirtschaftliche Stabilität und internationalen Austausch.

2.⁠ ⁠Bürokratieabbau und gezielte Unterstützung kleiner und mittelständischer Reisebüros, um den stationären Vertrieb zu stärken.

3.⁠ ⁠Internationale Zusammenarbeit für eine nachhaltige und sichere Tourismusentwicklung.

4.⁠ ⁠Reform des Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF):

Reisebüros fordern eine faire Berücksichtigung ihrer Rolle als Vermittler in der aktuellen Struktur des Fonds. Besonders wichtig ist, dass die Provisionen der Reisebüros im Insolvenzfall des Reiseveranstalters abgesichert werden. Diese Sicherung schützt die wirtschaftliche Existenz der Reisebüros und sorgt für gerechte Wettbewerbsbedingungen. Zudem soll die Gebühr für den Fonds – derzeit 1 % des Pauschalreiseumsatzes – ausgesetzt werden, da das Zielkapital bereits erreicht ist.

5.⁠ ⁠Überarbeitung der Pauschalreiserichtlinie, um stationäre Reisebüros zu entlasten und deren Bedeutung für Verbraucher zu unterstreichen.

„Wir wollen sicherstellen, dass der Outgoing-Tourismus auch in Zukunft als systemrelevant anerkannt wird. Dies erfordert gezielte politische Maßnahmen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Branche und Gesetzgeber“, betont Marija Linnhoff.

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

VUSR lädt zum Zukunftsforum


Linnhoff fordert echten Dialog statt Social-Media-Debatten

Der Bundesverband der Reisebüros (VUSR e V.) lädt am 13. Februar 2025 zum „Zukunftsforum: Reisebüros heute vs. Reisebüros der Zukunft“ am Flughafen Düsseldorf ein. In einem offenen Dialog sollen zentrale Herausforderungen und Perspektiven der Reisebranche erörtert werden. Die Veranstaltung wird hochkarätige Vertreter aus der Veranstalterbranche, Fluggesellschaften und dem Bereich Traveltech versammeln, darunter TUI, DERTOURISTIK, Schauinsland, AIDA,
Amadeus / Bistro u.v.a.
 
VUSR-Vorsitzende Marija Linnhoff äußert sich enttäuscht über die bislang zurückhaltende Resonanz seitens der Reisebüros. „In Facebook-Gruppen und Foren wird oft laut gemeckert, aber wenn es darum geht, bei einer Fachtagung direkt mit den Verantwortlichen von Veranstaltern, Fluggesellschaften und Traveltech-Unternehmen zu sprechen, sparen viele an Zeit und Engagement“, kritisiert Linnhoff. „Jetzt ist die Gelegenheit, sich aktiv einzubringen, Lösungen zu entwickeln und den Dialog zu gestalten. Wer diese Chance nicht nutzt, der klagt nur, statt wirklich etwas zu verändern.“
 
Das Zukunftsforum soll bewusst frei von Sponsoringdruck stattfinden, um eine ehrliche und unvoreingenommene Diskussion zu ermöglichen. Linnhoff betont: „Hier ist der Ort, an dem wir wirklich etwas bewegen können. Wir haben alles getan, um einen offenen, konstruktiven Austausch zu ermöglichen – jetzt liegt es an den Reisebüros, diese Möglichkeit zu ergreifen.“ Der Teilnahmebeitrag von 99 Euro, der auch eine Vollverpflegung umfasst, wurde bewusst fair gestaltet, und einige Kooperationen übernehmen sogar bis zu 50 Prozent der Kosten.
 
Linnhoffs Appell ist klar: „Die Herausforderungen für unsere Branche sind groß. Wenn wir nicht gemeinsam face-to-face diskutieren, werden andere unsere Zukunft gestalten – und das wird sicher nicht besser. Wir haben die Chance, den Kurs mitzubestimmen. Nutzen wir sie!“
 
Die Veranstaltung beginnt um 9:30 Uhr und endet um 17:30 Uhr. Neben Podiumsdiskussionen wird es auch sehr offene Fragerunden und Networking-Möglichkeiten geben. Die Teilnahme ist für alle Reisebüros und Branchenakteure von großem Wert.
 
Für weitere Informationen und zur Anmeldung besuchen Sie bitte die Website:
Gemeinsam können wir die Zukunft des Tourismus gestalten – kritisch, konstruktiv und im Dialog.
VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

Zukunftsforum für Reisebüros am Düsseldorfer Flughafen


Offene Diskussion ohne Sponsoringdruck

Am 13. Februar 2025 findet am Düsseldorfer Flughafen in der Zeit von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr eine hochkarätige Infoveranstaltung für Reisebüros und Reiseveranstalter statt. Unter dem Titel „Reisebüros heute vs. Reisebüros der Zukunft“ steht ein zukunftsweisendes Thema im Fokus, das der Branche Orientierung und Impulse für kommende Herausforderungen geben soll.

Offene Diskussion, ehrliche Kritik und innovative Ansätze
Der VUSR legt besonderen Wert auf eine offene und ehrliche Atmosphäre: Sponsoring oder Bezuschussungen durch Reiseveranstalter werden bewusst ausgeschlossen, um freien Raum für Diskussionen, konstruktive Kritik und Lob zu schaffen. „Wir möchten, dass die Teilnehmer ohne jeglichen Druck ihre Ansichten und Erfahrungen teilen können“, betont die 1. Vorsitzende des VUSR e.V. Marija Linnhoff.
Bereits am 15. November 2024 wurde das Thema bei der VUSR e.V. Jahrestagung im Hotel Adlon Kempinski in Berlin angeschnitten. Aufgrund der knappen Zeit wurde damals beschlossen, die Diskussion in einem eigenen Format zu vertiefen. Der Termin am 13. Februar 2025, ursprünglich für das traditionelle parlamentarische Frühstück geplant, bietet nun den Rahmen, um dieses wichtige Thema umfassend zu diskutieren.
Neben Branchenführern wie TUI, DERTOURISTIK, Schauinsland, Altours, AIDA und Bentour, die ihre Teilnahme bereits zugesagt haben, sind weitere Reiseveranstalter sowie Herr Dr. Rengelshausen von Amadeus/Bistro angefragt.
 
Besonderer Hinweis
Wir behalten uns vor, die Veranstaltung bei einer zu geringen Teilnehmerzahl abzusagen. Dennoch möchten wir sicherstellen, dass jeder Reisebüroinhaber oder Mitarbeiter die Gelegenheit erhält, direkte Kritik oder Lob zu äußern und an der Diskussion teilzunehmen.
Die Teilnahmegebühr beträgt 99 Euro, die eine Vollverpflegung und Tagungspauschale umfasst.
Tipp: Einige Kooperationen übernehmen bis zu 50 % der Kosten – frag einfach bei Deiner Kooperation nach!

Mach mit und gestalte die Zukunft mit uns!
Sichere Dir jetzt Deinen Platz und werde Teil eines inspirierenden Tages, der Dir und Deinem Reisebüro neue Perspektiven bietet.

VonVUSR

VUSR-Jahrestagung: Hochkarätige Gäste und Debatten im Adlon


Linnhoff fordert niedrigere DRSF-Entgelte und bessere politische Interessenvertretung

Der Bundesverband der Reisebüros (VUSR) hat bei seiner Tagung im Berliner Hotel Adlon einmal mehr gezeigt, dass er als kleiner, aber schlagkräftiger Verband in der Touristikbranche ernst genommen werden muss. Hochkarätige Gäste wie TUI-CEO Sebastian Ebel und engagierte Diskussionen zur Zukunft des stationären Vertriebs zeigten, dass der VUSR inhaltlich mit den großen Verbänden auf Augenhöhe agiert. Über 180 Gäste diskutierten in Berlin auf Einladung des Reisebüroverbandes die Herausforderungen der Branche und mögliche Lösungswege. Marija Linnhoff, die erneut zur Vorsitzenden gewählt wurde, machte klar, dass der VUSR für die kommenden Herausforderungen bestens aufgestellt ist.

Eines der zentralen Themen war der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF). Linnhoff forderte das Bundesjustizministerium deutlich auf, die Beiträge deutlich zu senken, da der Fonds bereits gut gefüllt sei und die Branche die Liquidität dringend benötige. „Es geht um Millionen, die unsere Unternehmen in der Krise stärken könnten, statt ihnen Liquidität zu entziehen,“ so Linnhoff. Ihre Forderung erhielt prominente Unterstützung: „Wenn Marija Linnhoff spricht, sollte man gut zuhören,“ sagte Ebel. „Da ist viel Wahres drin, das die Branche aufgreifen sollte.“

Auch die Politik war hochkarätig vertreten: Anja Karliczek, tourismuspolitische Sprecherin der CDU-Bundestagsfraktion, und Stefan Schmitt, Sprecher der Grünen, nahmen an den Diskussionen teil. Linnhoff forderte die politisch Verantwortlichen auf, die Interessen der Tourismuswirtschaft stärker in den Blick zu nehmen. Zudem appellierte sie an die Union, von der sie vermutet, dass sie den nächsten Kanzler stellt, eine Politik für die Menschen, also auch für die Reisebranche, zu machen und nicht für die Parteiräson. Viele Themen müssten jetzt mit Nachdruck in der politischen Landschaft vertreten werden, die Neuwahl sei gut, so Linnhoff, aber mache auch eine noch schlagkräftigere politische Interessenvertretung notwendig.

Für Aufsehen sorgte daher auch Linnhoffs Ankündigung, für das Präsidentenamt des Deutschen Reiseverbands (DRV) zu kandidieren, sollte Norbert Fiebig erneut antreten. „Dass meine mögliche Kandidatur so viel Unruhe auslöst, zeigt, wie unsicher sich der DRV seiner Sache ist,“ kommentierte Linnhoff. Sie betonte, dass die Branche frischen Wind brauche und sie sich freue, wenn ihre Ankündigung Bewegung in die festgefahrene Debatte bringe. „Es geht nicht um mich, sondern um die Zukunft der Branche. Die DRV-Granden sollten sich lieber um die Pauschalreiserichtlinie oder die DRSF-Beiträge kümmern, anstatt hochbezahlt über mich zu philosophieren. Ich bin bereit, alles zu tun, was der Branche hilft, auch wenn es ungewöhnlich ist.“

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

Jahrestagung: VUSR bringt Branche und Politik erstmals nach Ampel-Aus zusammen

VUSR-Jahrestagung am 15.11.2024 im Hotel Adlon Berlin – Politischer Austausch in Zeiten des Umbruchs

Der Bundesverband der Reisebüros (VUSR) lädt zur mit Spannung erwarteten Jahrestagung „Outgoing-Tourismus und Reisevertrieb“ am 15. November 2024 im Hotel Adlon Kempinski in Berlin ein. Diese Veranstaltung ist das erste große Branchenevent nach dem Bruch der Ampel-Koalition – das auch für die Tourismuswirtschaft von großer Bedeutung sein dürfte. Es gebe viel zu diskutieren, und ein intensiver Austausch mit politischen Entscheidungsträgern sei jetzt dringender denn je, so Verbandschefin Linnhoff. Viele Tourismuspolitiker hätten zugesagt, ebenso wie Branchengrößen, darunter TUI-Chef Ebel und der neue Condor-CEO Peter Gerber.

„Als erstes großes Branchentreffen nach dem Ampel-Aus ist die Jahrestagung eine Gelegenheit, die aktuellen politischen Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf den Tourismus mit maßgeblichen Akteuren zu diskutieren“, betont Marija Linnhoff, Vorsitzende des VUSR. „Wir freuen uns, dass nahezu der komplette Tourismusausschuss zugesagt hat, was die Bedeutung unserer Veranstaltung unterstreicht.“

Hochrangige Politikerinnen und Politiker, darunter die tourismuspolitischen Sprecher von Grünen, CDU und SPD – Stefan Schmidt, Anja Karliczek und Stefan Zierke sowie Kerstin Vieregge, Michael Donth und Gülistan Yüksel – werden als Abgeordnete vor Ort sein. Diese breite politische Vertretung zeige, wie relevant die Themen des Outgoing-Tourismus sind. Auch zahlreiche Pressevertreter werden die Veranstaltung begleiten.

Neben der Politik verspricht die Jahrestagung zudem hochkarätige Wirtschaftsgäste: Sebastian Ebel, CEO der TUI AG, und Thomas Ellerbeck werden erneut teilnehmen, ebenso wie der CEO der CONDOR, Peter Gerber. Dr. Georg Welbers von Alltours, Mark Tanz von DER Touristik, Detlef Schroer von Schauinsland-Reisen, Denis Ugur von Bentour sowie die Vertreter von Reisebürokooperationen: Cornelius Meyer von Best RMG Reisen, Michael Dohmen von DTPS, Dirk Bender von TourContact und Axel Duhr vom ADAC Reisevertrieb haben ihr Kommen ebenfalls zugesagt.

In einer Diskussionsrunde zur Pauschalreiserichtlinie und auch den Problemen mit dem DRSF werden Felix Methmann (Verbraucherzentrale Bundesverband), Dr. Diedrich Kressel (Justiziar TUI Deutschland), Roosbeh Karimi (VUSR Justiziar), Harald Rutert (Justiziar Schauinslandreisen) und Andreas Zollner (TAS Touristik Assekuranz-Service GmbH) wichtige Einblicke geben. Auch der „Urlaubsretter“ Ralf Benkö von RTL wird dabei sein. Die Veranstaltung biete erneut eine gute Gelegenheit, sich mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien auszutauschen und den Reisevertrieb gemeinsam voranzubringen, so Linnhoff. Die Verbandschefin verspricht, auch sehr deutliche Worte in Richtung Politik zu finden.

Die Veranstaltung wird von Dieter Könnes – TV-Moderator und Schirmherr von Robin Gut – moderiert.

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

VUSR fordert mehr Flexibilität im Deutschen Reisesicherungsfonds

 

Bundesjustizministerium muss die Tourismusbranche dringend entlasten

Starrheit der aktuellen Regelungen entzieht Reiseveranstaltern dringend benötigte Liquidität und stellt die Branche vor enorme Herausforderungen

Berlin, 31. Oktober 2024 – Der Bundesverband der Reisebüros (VUSR) ruft das Bundesjustizministerium dazu auf, die Entgelthandhabung des Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) flexibler zu gestalten. Trotz eines bereits hohen Füllstandes und geringem Insolvenzrisiko bei den verbleibenden großen Reiseveranstaltern, fordert das Ministerium weiterhin hohe Einzahlungen, die der Branche erhebliche finanzielle Mittel entziehen und ihre wirtschaftliche Stabilität gefährden.

Der VUSR fordert eine Anpassung der aktuellen Einlagenregelung von 1% auf ein maßvolleres Niveau von 0,2-0,3%. Laut VUSR-Berechnungen führt der derzeitige Beitragssatz zu überschüssigen Fondsrücklagen, die allein 2024 etwa 235 Millionen Euro betragen werden, während der Fonds sein Zielvolumen für 2025 bereits nahezu erreicht hat. „Inmitten einer Wirtschaftskrise raubt das Justizministerium der Tourismusbranche die notwendige Liquidität und setzt damit die gesamte Branche einer unnötigen Belastung aus,“ so Marija Linnhoff, Vorsitzende des VUSR. „Der Fonds dient inzwischen quasi als Kasse, die dem Cashflow der Unternehmen schadet – ein Vorgehen, das weder den Verbrauchern noch den Unternehmen gerecht wird.“

Der Verband plädiert daher für eine flexible Gestaltung der Entgelthöhe, die sich am tatsächlichen Füllstand des Fonds orientiert. Das Reisesicherungsgesetz (RSG) sieht eine Mindesteinlage von 1% vor, bis die gesetzlich festgelegte Grenze von 750 Millionen Euro erreicht ist. Diese Grenze wurde laut VUSR jedoch bereits deutlich überschritten, und ohne Anpassungen könnte der Fondswert bis 2026 auf 2 Milliarden Euro anwachsen – ein unverhältnismäßig hoher Betrag angesichts der aktuellen Marktsituation.

„Es ist inakzeptabel, dass das Ministerium an starren Vorgaben festhält, obwohl der Fonds mehr als ausreichend gefüllt ist“, betont Linnhoff. „Die Beitragsregelung muss dringend an das aktuelle Risiko und den Füllstand angepasst werden.“ Der VUSR fordert Justizminister Marco Buschmann nachdrücklich auf, sich in dieser Angelegenheit endlich zu bewegen und sich seiner Verantwortung für die Branche zu stellen. Ein Wegducken vor dieser Problematik ist keine Option, da die Reisebranche auf eine zukunftssichere und angemessene Lösung angewiesen ist.

Der VUSR hat diese Forderungen bereits in Gesprächen mit dem Justizministerium klar formuliert und erwartet eine zeitnahe Überprüfung der Beitragssätze, um die wirtschaftliche Stabilität der Branche langfristig zu sichern.

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

VUSR: Interessen der Reisebüros werden nicht der Verbandslogik von BTW und DRV geopfert

VUSR setzt sich weiterhin uneingeschränkt für Reisebüros, ihre Kunden und die Tourismuswirtschaft ein

Der Bundesverband der Reisebüros (VUSR) macht deutlich, dass er die Interessen der Reisebüros nicht den Strategien von DRV und BTW unterordnen wird. Nach jüngsten Diskussionen auf der Jahrestagung der Reisebürokooperation BEST kritisiert der VUSR erneut, dass die großen Verbände vor allem die Interessen des Deutschlandtourismus, der Fluggesellschaften sowie der großen Veranstalter im Blick haben und nicht die des Vertriebs. Der VUSR betont seine eigenständige Positionierung und seinen klaren Fokus auf die Belange der Reisebüros und Reisemittler!

Der VUSR ist es leid: „Einmal will man uns umarmen, einmal will man uns zermürben. Das Ziel bleibt immer gleich: Es geht nicht um eine echte Zusammenarbeit, sondern um die Marginalisierung des Vertriebs und seines Einflusses in der Reisebranche“, erklärt Marija Linnhoff, Vorsitzende des VUSR. Weder der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) noch der Deutsche Reiseverband (DRV) hätten ein Interesse an einem starken Vertrieb. „Wir lassen uns nicht auf die Leimspur der Industrie-Verbände locken, die die Interessen des Vertriebs nicht im Blick haben und sie sogar auszuhöhlen versuchen. Da helfen keine Umarmungen und schon gar nicht die Verdammungsstrategie von DRV und BTW, die sich -ganz nebenbei- nicht bewährt hat. Wir lassen uns nicht den Schneid abkaufen und einlullen, so oder so nicht.“, so Linnhoff weiter.

Während der BEST Jahrestagung diskutierten Marija Linnhoff, BTW-Generalsekretär Sven Liebert und DRV-Geschäftsführer Wehrmann über Projekte und vermeintlich gemeinsame Aktionen. Linnhoff sieht darin jedoch wenig Ernsthaftigkeit und viel Taktik: „Der VUSR konzentriert sich weiter voll und ganz auf die Interessen des Vertriebs und lässt sich nicht von taktischen Manövern ablenken. Es gibt leider keine Bewegung hin zu einer ernstzunehmenden Zusammenarbeit im Interesse der ganzen Branche.“ Der Verband stellt klar, dass es unter diesen Bedingungen weder Absprachen noch eine gemeinsame Linie hinsichtlich der Ausrichtung des hybriden Reisebürovertriebs mit DRV, BTW oder anderen Verbänden geben wird.

„Wir haben uns immer für Kooperation stark gemacht, aber ich muss feststellen, dass das nicht ernsthaft aufgenommen wird. Eines steht jedenfalls fest: Wir werden unseren Weg gehen und uns nicht unter den Einfluss anderer Verbände stellen, um für die Reisebüros teure Kompromisse einzugehen“, betont Linnhoff. „Gerne dürfen sich andere Verbände unseren Forderungen anschließen. Wir werden unseren Weg in der EU, insbesondere bezüglich der Pauschalreiserichtlinie in Brüssel, und in Deutschland weitergehen. Dieser Weg war und bleibt erfolgreich, auch wenn es andere Positionen gab und gibt.“ Der VUSR unterstreicht die Wichtigkeit des Vertriebs als unverzichtbares Bindeglied zwischen Reiseveranstaltern und Kunden und wird weiterhin uneingeschränkt für dessen Interessen eintreten.

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

VUSR kritisiert mangelnde Aufarbeitung von Insolvenzen und Skandalen


Branche braucht einen tiefgehenden Reflektionsprozess

Der Bundesverband der Reisebüros (VUSR) fordert die Tourismusbranche auf, sich einem tiefgreifenden Reflektionsprozess zu unterziehen und notwendige strukturelle Veränderungen einzuleiten. Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass Personen, die im Zusammenhang mit Insolvenzen, Datenskandalen und anderen negativen Erfahrungen aufgefallen sind, immer wieder umgehend an neuen Schaltstellen in der Branche auftauchen. Dies verhindere eine effektive Aufarbeitung von Fehlentwicklungen in der Vergangenheit und blockiere notwendige Erneuerungen. Am Ende lähme sich die Touristik selbst, weil aus Fehlern selten Konsequenzen folgten.

„Es kann nicht sein, dass nach zwei Großinsolvenzen innerhalb weniger Jahre und riesigen Herausforderungen durch Wirtschaftskrisen, Klimawandel und Fragen der Tourismusakzeptanz einfach weitergemacht wird wie bisher. Da gibt es ja scheinbar nicht mal den Hauch eines Schamgefühls und schon gar nicht den Wunsch, die Branche wirklich weiterzuentwickeln.“, kritisiert Marija Linnhoff, Vorsitzende des VUSR. „Die Branche wäre gut beraten, sich zu erneuern und nicht auf ein ‚Weiter so‘ zu setzen. Stattdessen sehen wir immer wieder dieselben Akteure, die an entscheidenden Positionen auftauchen, ohne dass auch nur ansatzweise eine Aufarbeitung der Fehlentwicklungen stattfindet.“

So seien die Verantwortlichkeiten für die FTI-Pleite und den vorausgegangenen Datenskandal seien immer noch nicht abschließend geklärt, und trotzdem tauchten die Protagonisten ungeniert wieder an anderen verantwortlichen Stellen auf. „Da wurde über Monate verschleppt und mit Nebelkerzen geworfen. Das würde in keiner anderen Branche so hingenommen werden – es wirkt wie ein Spiel, bei dem die Figuren auf dem Spielfeld bleiben, selbst wenn Missstände aufgedeckt werden und die ganze Branche massiv darunter leidet.“, fügt Linnhoff hinzu. Den Preis dafür zahlten allzu oft die Reisebüros, die am Ende immer öfter die „Kohlen aus dem Feuer holen müssten“ und das auf eigene Kosten.

Mehr Gemeinsamkeit und weniger Ausgrenzung wären aus Sicht des Reisebüroverbandes schon mal eine wichtige Maßnahme. Der VUSR kritisiert so beispielhaft, dass das Positionspapier zur „Weltoffenheit“ von DRV und DTV offenbar eine geschlossene Veranstaltung gewesen sei. „Ein so wichtiges Thema bekommt dadurch nicht die notwendige Aufmerksamkeit“, betont Linnhoff. „Am Ende sind es die Reisebüros, die in direktem Kontakt mit den Kunden stehen und in jeder Fußgängerzone präsent sind. Diese hätte man gezielt einbinden müssen, genauso wie viele andere Akteure der Branche.“ Eine stärkere Einbindung aller Beteiligten würde die Branche genauso stärken wie ein gezielter Prozess der Selbstreflektion.

 

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

VUSR fordert mehr Verlässlichkeit von Reiseveranstaltern


Qualitätscharta soll Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern und Vertrieb auf Augenhöhe regeln – Mehrarbeit und Provisionkürzungen durch die Hintertür machen schlechte Stimmung

Der Bundesverband der Reisebüros VUSR fordert mehr Verlässlichkeit und Transparenz von Reiseveranstaltern. Der stationäre Vertrieb sieht sich zunehmend mit Mehrarbeit konfrontiert, die durch unzureichende Kommunikation und unklare Verantwortlichkeiten seitens der Veranstalter entsteht. Marija Linnhoff, Vorsitzende des VUSR, fordert daher eine formelle Qualitätscharta, die das Zusammenspiel zwischen Veranstaltern und Vertrieb regelt und die finanzielle Kompensation für übermäßige Zusatzarbeit sicherstellt.

Reisebüros leisteten seit Jahren einen wesentlichen Beitrag dazu, die Herausforderungen in der Touristikbranche zu bewältigen, indem sie als Bindeglied zwischen Veranstaltern, Airlines, Hotellerie und Kunden fungieren. „Es kann nicht sein, dass Reisebüros die Kohlen aus dem Feuer holen, während sie durch die Hintertür immer weiter gestutzt werden. Die Stimmung im Vetrieb gegenüber den Veranstaltern ist nicht gut.“, kritisiert Linnhoff. „Die großen Veranstalter müssen endlich verstehen, dass Reisebüros und ihre qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine kostenlose Verfügungsmasse sind. Kommunikation und Zusammenarbeit müssen auf Augenhöhe erfolgen, und dafür brauchen wir klare Regeln.“

Die Realität im Vertrieb sehe heute ganz anders aus, so Linnhoff: Flugzeitänderungen oder Änderungen der Fluggesellschaften würden häufig erst kurz vor Reisebeginn an den Vertrieb oder die Kunden weitergegeben, was gerade dann problematisch sei, wenn die Änderungen einen Rücktritt vom Vertrag rechtfertigen könnten oder bereits gebuchte Serviceleistungen betroffen sind. Hinzu kämen gravierende Leistungsänderungen in Hotels, die lapidar und ohne Lösungsangebote kommuniziert würden. Webcoupons für Rabatte, die automatisch die Provision der Reisebüros schmälern, trügen zusätzlich zur Unzufriedenheit im Vertrieb bei. Die Verbandschefin kritisiert auch die Betreuung vor Ort: „Bei Problemen nach Reiseantritt wird der Kunde an eine Reiseleitung verwiesen, die oft nicht erreichbar ist oder sich nicht zuständig fühlt. All diese Herausforderungen führen dazu, dass am Ende die Reisebüros die Last tragen müssen, oft ohne angemessenen finanziellen Ausgleich und ohne Unterstützung durch qualifiziertes Servicepersonal der Veranstalter. Das kann nicht so weitergehen, zumindest wenn man die Reisebüros nicht aus dem Markt drängen möchte.“

„Viele Veranstalter nutzen die Gutwilligkeit des stationären Vertriebs aus“, so Linnhoff. „Wir brauchen eine Vereinbarung, die nicht nur das Prozedere für den Umgang mit Mehrarbeit regelt, sondern auch einen angemessenen finanziellen Ausgleich sicherstellt. Der Eindruck drängt sich auf, dass die Veranstalter den Mehraufwand der Reisebüros bewusst in Kauf nehmen, eine schlechte Entwicklung, die mittlerweile fast alle Anbieter betrifft. Wir brauchen eine verbindliche Qualitätscharta, die die Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern und Vertrieb transparent und fair gestaltet.“ Unzufriedenheit im Vertrieb sei jedenfalls keine gute Voraussetzung für den Absatz der Produkte der Veranstalter, so Linnhoff abschließend.

 

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

Vertrieb im Fokus: VUSR lädt zum Infotag nach Berlin

berlin2024


Linnhoff: Reisebüros brauchen mehr Wertschätzung – aber auch mehr Selbstbewusstsein

Der Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros (VUSR) lädt alle Mitglieder und Interessierte zur diesjährigen Informationsveranstaltung „Outgoing-Tourismus und Reisevertrieb“ am 15. November 2024 in das renommierte Hotel Adlon Kempinski in Berlin ein. Der Infotag bietet von 09:30 bis 17:45 Uhr ein vielfältiges Programm, das von hochkarätigen Gästen und spannenden Diskussionen geprägt ist. Im Anschluss sind alle Teilnehmer zu einem gemeinsamen Abendessen ab 19:00 Uhr eingeladen. Verbandschefin Linnhoff kündigte an, vor allem die Themen des Vetriebs auf die Agenda zu setzen. Es brauche Lösungen seitens der Veranstalter und mehr Wertschätzung für die Reisebüros.

„Dies ist bereits die zweite Veranstaltung dieser Art des VUSR, und es ist beeindruckend zu sehen, wie wir mittlerweile ernstgenommen werden. Der Besuch des TUI-CEO Sebastian Ebel, des damaligen CONDOR-CEO Ralf Teckentrupp und Vertreter aller relevanten Reisebürokooperationen im vergangenen Jahr hat dies deutlich gezeigt. Jetzt muss es darum gehen, den Gesten auch Taten folgen zu lassen. Der Vertrieb spielt eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Tourismuswirtschaft. Ohne den Einsatz des Vertriebs würden viele Reisen gar nicht erst verkauft werden. Deshalb ist es uns ein besonderes Anliegen, die Interessen des Vertriebs mit aller Kraft zu schützen,“ betont Marija Linnhoff, die Vorsitzende des VUSR. „Leider erleben wir immer häufiger, dass der Vertrieb zum unentgeltlichen Troubleshooter der Industrie wird – und das geht gar nicht. Diese Probleme müssen offen angesprochen werden, offen und ehrlich, und unser Infotag bietet die ideale Plattform dafür. Ich freue mich sehr, dass wir diese wichtige Veranstaltung in diesem Jahr in Berlin ausrichten können.“

Im Fokus der Veranstaltung stehen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für den Outgoing-Tourismus und den Reisevertrieb. Am Vormittag diskutieren Experten im Zwiegespräch über „Licht und Schatten in der Touristik“ und beim „Tourismus Gipfeltreffen“ über die zentralen Themen der Branche. Der Nachmittag bietet unter anderem eine Keynote aus der Politik sowie Beiträge zu den Themen „Overtourism und Nachhaltigkeit“ und „Vertrieb der Zukunft“.

Die Moderation des Tages übernimmt der bekannte Journalist Dieter Könnes von Stern TV. Neben den Vorträgen und Diskussionen wird auch ein Reisemarkt stattfinden, bei dem sich Aussteller präsentieren können. Interessierte Unternehmen sind eingeladen, sich beim VUSR anzumelden. „Wir erwarten auch in diesem Jahr hochkarätige Gäste in Berlin. Seien Sie gespannt auf tiefgehende Diskussionen und wichtige Impulse für die Branche,“ so Linnhoff weiter.