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VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

Reisebüros warnen Airlines und Flughäfen vor erneutem Chaos in der Ferienzeit


Linnhoff: Alle Vorbereitungen treffen, damit Erwartungen der Reisenden erfüllt werden können

Der Bundesverband der Reisebüros VUSR hat Fluggesellschaften und Flughäfen davor gewarnt, leichtfertig auf ein erneutes Chaos an den Flughäfen in den kommenden Ferienzeiten zuzusteuern. Keines der großen Probleme sei nachhaltig gelöst während gleichzeitig die Nachfrage in den Reisebüros sehr hoch sei. Damit steuere die Branche wieder hausgemacht auf ein weiteres Reisejahr zu, dass am Ende enttäuschte Kunde zurückzulassen drohe. Erste Informationen kämen im Vertrieb bereits an, dass Flüge buchbar seien, die offenbar nie abheben werden. Das führe zu Verdruss bei Kunden und in den Reisebüros.

Verbandschefin Marija Linnhoff appelliert an Airlines und Flughäfen, zeitnah die Weichen für ein möglichst reibungsloses Reisejahr zu stellen. Sie sagte: „Es ist paradox: Die Nachfrage ist riesig und wir freuen uns alle, dass die Menschen trotz diverser Krisen und finanzieller Sorgen verreisen wollen und gleichzeitig sehen wir doch schwarze Wolken am Horizont, die uns sagen, dass Airlines und Flughäfen vielfach ihre Hausaufgaben aus dem Krisenjahr 2022 nicht gemacht haben und keines der großen Probleme wirklich gelöst ist. Damit drohen im schlimmsten Fall wieder Ausfälle von Flügen, die wir jetzt schön am Counter verkaufen und auch Chaos an den Flughäfen ist bei großem Andrang wieder nicht auszuschließen.“

Der VUSR fordert deshalb Transparenz und eine forcierte Vorbereitung auf das Reisejahr. Linnhoff: „Alle Beteiligten sollten jetzt wissen, woran sie sind. Welche Vorbereitungen hat die 2022 eingesetzte Taskforce getroffen, wie haben sich Airlines, Flughäfen und die Bundespolizei auf die kommenden Ferien vorbereitet und wie ist die Prognose der Airlines bezüglich Flugstreichungen im vor uns liegenden Reisejahr? Wie ist der Stand des Personalaufbaus im Abfertigungsbereich der Airports und haben die Airlines die Servicekette im Griff? Diese Fragen sollten zeitnah von den Verantwortlichen beantwortet werden.“

Die Reisebüros fürchten einen Reputationsschaden für die ganze Branche, wenn die Erwartungen der Kunden das zweite Jahr in Folge enttäuscht würden. Marija Linnhoff: „Unsere Kunden wollen Verlässlichkeit und Planbarkeit. Das muss die Branche nach dem vergangenen Jahr liefern, sonst wird es schwer, die Kunden zum Wiederkommen zu bewegen. Die Branche hat ihr Schicksal selbst in der Hand.“

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Flug-Chaos: Reisebüros wollen von Airlines Ausgleich für Mehraufwand

Linnhoff: Airlines sollten sich endlich ihrer Verantwortung stellen

Der Bundesverband der Reisebüros VUSR hat von den Airlines angesichts der massiven Schwierigkeiten durch Flugstreichungen und Verspätungen einen Ausgleich für den Mehraufwand im Vertrieb gefordert. Die Reisebüros erfüllten seit Wochen die Rolle des Prellbocks für die Fluggesellschaften, während die Verursacher des Chaos auf Tauchstation gingen. Frustration und Ärger der Kunden, die teils tagelang auf Flughäfen ausharrten, lande am Ende am Counter und sorge dort für massive Mehrarbeit, für die auch die Veranstalter nichts könnten. Verbands-Chefin Marija Linnhoff sieht deshalb vor allem die Airlines in der Pflicht, die Mehrarbeit zu kompensieren. Sie fordert Verhandlungen und ein Signal des Entgegenkommens.

Linnhoff sagte dazu: „Die Reisebüros holen mal wieder für die Airlines die Kohlen aus dem Feuer. Während die teilweise ihre Hotlines abstellen, versuchen wir für unsere zahlenden Kundinnen und Kunden zu retten, was zu retten ist. Dieses Chaos liegt zu einem großen Teil in der Verantwortung der Fluggesellschaften und auch der Flughäfen. Dennoch leisten die Reisebüros die Kärrner-Arbeit für die Branche und das bisher unentgeltlich. Das kann aus unserer Sicht nicht angehen und deshalb reicht es nicht, mehr oder weniger freundliche Briefe an die Kunden zu schreiben bzw. an Agenturen, Einladungen zu Group Challenges zu versenden, sondern jetzt muss auch darüber gesprochen werden, wie unsere Mehrarbeit vergütet wird.“

Die Airlines hätten über Monate Flüge verkauft, die sie jetzt sang- und klanglos wieder streichen, weil sie kein Personal hätten. Der Mangel an Fachkräften sei aber schon lange bekannt gewesen, mithin kein plötzlich auftretendes Naturereignis. Linnhoff: „Mit dieser Politik haben die Airlines nicht nur die Reiseveranstalter und die gesamte Branche mindestens fahrlässig in Schwierigkeiten gebracht, sondern sie haben auch den Reisebüros kräftig ein Bein gestellt. Die haben mit ihrem guten Ruf Flugreisen verkauft, die sie jetzt wieder einsammeln können. Wir erwarten deshalb, dass die Airlines sich jetzt mit allen Betroffenen an einen Tisch setzen und eine Lösung finden, die den Reisebüros den Mehraufwand ersetzt. Im Zweifel müssten wir ansonsten überlegen, diese Vergütung für unsere Mitglieder einzuklagen.“

Um einen Totalausfall bei der Glaubwürdigkeit der Airlines und damit auch der Reisebranche zu verhindern, fordert der VUSR von den Airlines größtmögliches Entgegenkommen auch für die vielfach verprellten Kunden. Linnhoff: „Wenn die Kunden jetzt noch ihrer zustehenden Entschädigung hinterherlaufen oder gar klagen müssen, wäre das ein Offenbarungseid der Airlines, der am Ende aber an uns allen hängenbleiben würde. Die Airlines spielen mit dem Ruf einer ganzen Branche.“

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Flug-Chaos: Reisebüroverband fordert Beitrag von Bundesinnenministerin

Linnhoff: Konkretes Gegensteuern ist unerlässlich – Sommerferien dürfen nicht zum Fiasko für Reisebranche werden

Der Bundesverband der Reisebüros VUSR fordert angesichts offenbar andauernder Schwierigkeiten an Flughäfen und im Flugbetrieb ein schnelles und konkretes Gegensteuern von Branche und Politik. Die Vorsitzende des Verbandes, Marija Linnhoff, sieht auch Bundesinnenministerin Faeser in der Verantwortung. Das Innenministerium sei als Aufsicht mitverantwortlich für die Durchführung der Luftsicherheitskontrollen an den großen deutschen Verkehrsflughäfen. Deshalb müsse auch die zuständige Innenministerin eingreifen und gemeinsam mit den Flughäfen und den Airlines einen Vorschlag unterbreiten, wie kurz vor den Sommerferien weiterer Schaden vor allem von den Reisenden, aber auch von der Tourismuswirtschaft abgewendet werden kann.

Verbandschefin Linnhoff sagte dazu: „Die Situation ist für Reisende, die Branche und vor allem für einen gelungenen Restart extrem kritisch. Die Pandemie hat uns dank der Unterstützung durch Steuerzahler und Politik nicht unterkriegen können. Jetzt müssen wir aber schmerzhaft erkennen, dass einige Top-Manager in den vergangenen beiden Jahren offenbar ohne Weitsicht agiert haben, was uns jetzt -hausgemacht- unter Wasser zu ziehen droht. Nicht die Pandemie droht zum Fiasko für die Tourismuswirtschaft zu werden, sondern eigenes Unvermögen von Teilen der Branche! Einen Plan B gibt es -wie gewohnt- erst dann, wenn die Uhr fünf nach zwölf schlägt. Das können wir nicht zulassen und deshalb muss jetzt endlich gehandelt werden, im Interesse der Reisenden und der ganzen Branche.“

Die Bundesinnenministerin habe sich in der ganzen Debatte bisher zu wenig gezeigt. Dabei stehe die Luftsicherheitskontrollen an den Airports unter der Aufsicht des Bundesinnenministeriums. Linnhoff: „Die Kontrollen sind zwar nur eine bekannte Engstelle, aber hier kann seitens des Innenministeriums in Absprache mit den Flughäfen möglicherweise am ehesten Abhilfe geschaffen werden. Frau Faeser sollte auch im Interesse von hunderttausenden Reisenden, die in den bald beginnenden Sommerferien an den Flughäfen zu stranden drohen, schnell auf Flughäfen und Airlines zugehen und versuchen, mindestens ein unterstützendes Angebot für die Sommerferien zu machen.“

Der Reisebüroverband VUSR bittet auch Reisende, sich durch gute Vorbereitung und vorausschauendem Handeln an der Beschleunigung der Prozesse auf den Flughäfen zu beteiligen. Linnhoff: „Auch Reisende selbst können einen Beitrag leisten, dass Prozesse an den Flughäfen flüssiger laufen. Eine entsprechende Checkliste stellen wir -hier angehängt- gerne zur Verfügung.“

Checkliste

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Late Night Marija

Folge 3

Augfrund der aktuellen Vorkommnisse an deutschen und Internationalen Flughäfen konnten wir kurzfristig Rechtsanwalt Karimi für eine Stellungnahme gewinnen.

Dazu haben wir am Donnerstag (09.06.2022) per Video mit Ihm die drängendsten rechtlichen Fragen geklärt und kurz erläutert, wie sich die Kunden verhalten sollen wenn es zu Problemen beim Abflug kommt.