Kategorien-Archiv Pressemitteilungen

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

Neue EU-Pauschalreiserichtlinie setzt VUSR – Kurs um

Berlin, 3. Dezember 2025 – Pressemitteilung des VUSR – Verband unabhängiger selbständiger Reisebüros Bundesverband e.V.

Der VUSR sieht in der politischen Einigung zur Überarbeitung der EU-Pauschalreiserichtlinie eine Bestätigung seines frühzeitig eingeschlagenen Kurses. Zahlreiche Kernanliegen des Verbandes – insbesondere die Stärkung der Pauschalreise als klar definiertes Premiumprodukt und die Entschlackung komplizierter Konstruktionen – finden sich in der nun erzielten Einigung wieder. Davon profitieren nicht nur Reisebüros, sondern im Rahmen des neuen VUSR-Selbstverständnisses die gesamte Outgoing-Touristik gleichermaßen.

Klare Systematik: Pauschalreise bleibt Premiumprodukt

Der VUSR hatte von Beginn an ein eindeutiges Bekenntnis pro Pauschalreise gefordert: Weg von schwer vermittelbaren Rechtsfiktionen, hin zu einer einfachen, nachvollziehbaren Struktur. Genau hier setzt das Verhandlungsergebnis an.

Die Kategorie der „verbundenen Reiseleistungen“ wird gestrichen. Künftig soll klar unterscheidbar sein, wann eine Pauschalreise vorliegt und wann Einzelleistungen gebucht werden. Damit verzichtet der europäische Gesetzgeber auf ein kompliziertes Konstrukt, das vom Verbraucher wenig verstanden wurde – eine zentrale Linie des VUSR-Positionspapiers.

Einzelleistungen bleiben vermittelbar – Praxis der VUSR-Mitglieder bestätigt

Besonders wichtig für Reisebüros und die übrigen Vertriebsstellen: Die Vermittlung mehrerer Einzelleistungen bleibt möglich, sofern transparent kommuniziert wird, dass keine Pauschalreise vorliegt. Genau so arbeiten die im VUSR organisierten Unternehmen seit Jahren. Zur Erinnerung: Der VUSR hat schon seit dem Inkrafttreten des seinerzeit neuen Pauschalreiserechts Mitte 2018 ein Formblatt für Einzelleistungen entwickelt und dieses über den Dienstleister Bewotec in den technischen Workflow der Reisebüros integriert.

Für die Mitglieder des VUSR bedeutet die Neuregelung daher vor allem eines: Rechtssicherheit für ein Geschäftsmodell, das sich in der Praxis bewährt hat. Wer seine Kundinnen und Kunden klar, nachweislich und verständlich darüber informiert, ob eine Pauschalreise oder mehrere Einzelleistungen gebucht wird, kann dies auch künftig tun – ohne zusätzliche, unnötige Hürden. Die EU folgt damit im Kern der vom VUSR vertretenen Linie: klare Begriffe, klare Produkte, klare Verantwortlichkeiten.

Verwirrende Signale der Konkurrenzverbände

Vor diesem Hintergrund wirkt es wenig überzeugend, wenn andere Verbände nun versuchen, das Ergebnis als ihren Erfolg zu verkaufen. Teilweise werden in aktuellen Presseerklärungen genau die Punkte gefeiert, deren Beibehaltung in den entsprechenden Lobbyregistereinträgen nach wie vor gefordert wird – etwa die verbundenen Reiseleistungen.

Der VUSR hat von Anfang an eine andere, klare Position vertreten: Abschaffung der verbundenen Reiseleistungen, klare Trennung zwischen Pauschalreise und Einzelleistung und im Gegenzug mehr Transparenz. Dass dieser Kurs nun in weiten Teilen aufgegriffen wird, ist kein Zufall, sondern Ergebnis einer konsistenten Interessenvertretung. Es ist gegenüber der Branche wenig ehrlich, diese Entwicklung im Nachhinein umzudeuten.

Click-Through-Buchungen: Waffengleichheit mit internationalen Plattformen

Im Bereich der Click-Through-Buchungen bewertet der VUSR die nun vorgesehene Verschärfung ausdrücklich als Schritt hin zu echter Waffengleichheit zwischen klassischen Veranstaltern, stationären und mobilen Reisebüros einerseits und großen Online-Plattformen andererseits. Während andere Verbände in diesem Feld vorrangig die Interessen internationaler Konzernstrukturen und Investoren geschützt haben, hat sich der VUSR konsequent für die nationale Touristikbranche eingesetzt. Künftig genügt es, wenn ein erster Anbieter innerhalb von 24 Stunden nur noch ein einziges personenbezogenes Merkmal an einen zweiten Anbieter weitergibt, damit bei der Vermittlung von zwei Online-Reiseleistungen eine Pauschalreise vorliegt. Damit werden Onliner, die sich bislang mit technischen Konstruktionen an der Pauschalreiserichtlinie 2018 vorbeibewegt haben, künftig unter denselben Voraussetzungen agieren müssen wie klassische Reiseveranstalter und der mittelständisch geprägte Vertrieb – genau die Marktangleichung, die der VUSR seit Jahren vehement gefordert hat.

Außergewöhnliche Umstände: Mehrbelastung, aber kein Worst-Case

Im Bereich der außergewöhnlichen, unvermeidbaren Umstände und der damit verbundenen Rücktrittsrechte zeichnet sich ab, dass es im Vergleich zur heutigen Rechtslage zu einer gewissen Ausweitung kommen kann. Damit bleibt für Veranstalter und andere Akteure der Outgoing-Touristik eine zusätzliche Belastung bestehen.

Gleichzeitig ist festzuhalten: Die ursprünglich diskutierten, deutlich weitergehenden Verschärfungen des Kommissionsentwurfs wurden im Trilog sichtbar zurückgeschnitten. Die politische Einigung liegt damit spürbar unter dem zunächst befürchteten Worst-Case-Szenario. Entscheidend wird sein, wie die endgültige Formulierung der Richtlinie aussieht und wie sie später in der nationalen Praxis ausgelegt wird. Der VUSR wird diesen Prozess eng begleiten und sich für praktikable Lösungen einsetzen, die die wirtschaftliche Planbarkeit für Reiseunternehmen sichern.

Insolvenzabsicherung und Praxis des DRSF

Im Bereich der Insolvenzabsicherung bewertet der VUSR die nun vorgesehenen EU-Vorgaben als wichtigen Schritt hin zu mehr Rechtsklarheit und Rechtssicherheit: Künftig sollen Reisende bei einer Insolvenz des Unternehmers grundsätzlich innerhalb von sechs Monaten entschädigt werden; nur in Ausnahmefällen – etwa bei einer außergewöhnlich hohen Zahl von Fällen oder grenzüberschreitenden Insolvenzen – kann diese Frist auf maximal neun Monate verlängert werden.

Der VUSR hatte bereits in der Vergangenheit die Praxis des Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) wegen mangelnder Transparenz und überlanger Verfahrensdauern bis zur Auszahlung kritisiert; wie sich auch heute zeigt: mit Recht! Jedenfalls die FTI-Abwicklung bleibt nun auch mit dem zukünftig vorgegebenen Schutzniveau unvereinbar. Hier wird sich der DRSF auch künftig an den klaren zeitlichen Leitplanken messen lassen müssen.

Anzahlungen auf Pauschalreisen

Hinsichtlich der Anzahlungen auf Pauschalreisen bewertet der VUSR es positiv, dass die im Gesetzgebungsverfahren zeitweise diskutierten starren EU-weiten Vorgaben – etwa feste prozentuale Höchstgrenzen und einheitliche Fristen – in der jetzt erzielten politischen Einigung deutlich relativiert wurden und die konkrete Ausgestaltung im Wesentlichen bei den Mitgliedstaaten verbleibt. Damit bleibt Raum für bewährte nationale Modelle, die den unterschiedlichen Geschäftsmodellen Rechnung tragen.

Nationale Spielräume und nächste Schritte

Positiv bleibt auch, dass zentrale Fragen – etwa zu Sanktionen und Vorauszahlungen – nicht vollständig auf EU-Ebene vereinheitlicht werden. Damit bleibt der notwendige Raum für nationale Lösungen. Der gefundene Kompromiss im Trilog ist allerdings noch vorbehaltlich der formellen Zustimmung von Europäischem Parlament und Rat. Liegen die Zustimmungen vor, werden die Mitgliedstaaten 28 Monate Zeit haben, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

Der VUSR wird diesen Prozess für die gesamte Outgoing-Touristikbranche auch weiterhin konstruktiv-kritisch begleiten – von Reisebüros über Veranstalter bis hin zu Airlines und Flughäfen. Ziel bleibt ein schlankes, verständliches und praxistaugliches Reiserecht, das die Pauschalreise als starkes Qualitätsprodukt erhält und gleichzeitig verlässliche Rahmenbedingungen für den Vertrieb von Einzelleistungen schafft.

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

Tourismusbranche im Kabinettsplan ignoriert

 

Tourismusbranche erneut übergangen – Kabinettsplan zeigt fehlende Priorität der Politik

Berlin – Der Verband unabhängiger Selbstständiger Reisebüros (VUSR) übt scharfe Kritik an der aktuellen Kabinettszeitplanung der Bundesregierung. Nach Einsicht in die vorläufige Agenda wird deutlich: Touristische Themen spielen praktisch keine Rolle.

„Ich musste wirklich lange, lange, lange suchen, um überhaupt ein touristisches Thema zu finden. Das ist für mich der Beweis: Für diese Bundesregierung ist alles wichtiger als die Tourismusbranche“, sagte Marija Linnhoff, 1. Vorsitzende des VUSR.

Während zahlreiche Vorhaben zu Steuern, Justiz, Digitalisierung, Energie, Asylrecht und Verkehr im Fokus stehen, wird die größte dienstleistungsorientierte Wirtschaftsbranche Deutschlands vollständig übergangen – eine Branche mit über drei Millionen Beschäftigten und enormer regionaler Bedeutung.

Tourismus nur als Randnotiz – und ganz am Ende versteckt

Erst auf der allerletzten Seite des 12-seitigen Dokuments findet sich überhaupt ein tourismusnahes Thema: eine Änderung des Luftverkehrsgesetzes bzw. der Luftverkehrsteuer.

„Wer fängt denn beim Lesen eines Regierungsdokuments von hinten an?“, so Linnhoff. „Man muss wirklich lange suchen, um überhaupt etwas zu finden.“

Sie betonte: „Es ist richtig, dass man sich dieses Themas annimmt – aber jetzt muss man dranbleiben und den Druck aufrechterhalten, damit auch wirklich etwas passiert.“

  • Doch zentrale Themen fehlen komplett:
  • Wo ist der DRSF (Reisesicherungsfonds)?
  • Wo ist die Entlastung der Reisebüros und Veranstalter?
  • Wo ist der Bürokratieabbau in der Touristik?

Eigenes Branchenversagen: Selbsternannte Führung schweigt

„Es waren nicht die Politiker, die einen ‚heißen Herbst‘ angekündigt haben – es waren unsere eigenen Branchenvertreter“, erklärte Linnhoff. „Diejenigen, die sich als Führung der Touristik darstellen, haben großspurig versprochen: ‚Es wird ein heißer Herbst.‘“ „Aber geliefert haben sie nichts“, wiederholte Linnhoff.

„Diese selbsternannten Spitzen lassen die gesamte Branche im Stich, weil sie sich nicht trauen, die Politik offen zu kritisieren. Denn man kennt sich, man trifft sich abends wieder – und es ‚schickt sich nicht‘.“

Politik hört lieber auf andere Lobbyisten

„Gleichzeitig lässt sich die Politik in touristischen Fragen von Lobbyisten beeinflussen, die seit Jahren in den gleichen Netzwerken unterwegs sind“, sagte Linnhoff. „Ob diese Einflüsterungen wirklich im Interesse der Branche oder der Allgemeinheit sind, stelle ich massiv in Frage.“

Der VUSR betont: Diese Art der Einflussnahme blockiert notwendige Reformen und verhindert eine echte Vertretung der mittelständischen Tourismuswirtschaft.

Es gibt gute Politiker – aber auch solche, die nichts tun

„Ja, es gibt gute Politiker, die die Bedeutung der Touristik verstehen“, erklärte Linnhoff. „Aber es gibt eben auch jene, die ihre Arbeit nicht machen – und das geht nicht.“
Die Tourismusbranche werde ignoriert, vertröstet oder als Randthema behandelt, obwohl sie systemrelevant für Wirtschaft, Kultur, Mobilität und regionale Entwicklung sei.

Tourismus ist mehr als Urlaub – er ist gelebte Völkerverständigung und europäische Verantwortung

„Die Politik behandelt Tourismus, als ginge es nur um Reisen und Freizeit“, sagte Linnhoff. „Dabei ist gerade der Outgoing-Tourismus ein Motor für Völkerverständigung, kulturellen Austausch und Frieden.“

Touristik bedeutet:

  • Menschen miteinander verbinden
  • Vorurteile abbauen
  • Demokratische Werte exportieren
  • Entwicklungshilfe durch nachhaltige Wertschöpfung in Zielgebieten leisten
  • Europa zusammenhalten

„Das sind existenzielle europäische Themen“, betonte Linnhoff. „Auch die deutsche Bundesregierung sollte sich das endlich vor Augen führen – Tourismus ist kein Luxus, sondern ein Beitrag zu Stabilität, Verständigung und internationaler Partnerschaft.“

Der VUSR wird das nicht länger akzeptieren

„Wir werden laut, klar und unbequem“, betonte Linnhoff. „Die Politik wird die Tourismusbranche nicht weiter ignorieren können.“

Ohne Tourismus gibt es:

  • keine Erholung
  • keine Mobilität
  • keine kulturelle Teilhabe
  • keine wirtschaftliche Stabilität in vielen Regionen Deutschlands

Der VUSR fordert:

1.⁠ ⁠Tourismus als eigenständiges, strategisches Thema im Kabinett verankern.

2.⁠ ⁠Konkrete Entlastungen für Reisebüros und Veranstalter (u. a. DRSF, Bürokratieabbau).

3.⁠ ⁠Echte Beteiligung der Praxis statt symbolischer Gespräche.

4.⁠ ⁠Verbindliche Schritte bei Luftverkehrsteuer und Wettbewerbsfähigkeit.

5.⁠ ⁠Klare politische Zuständigkeiten mit Verantwortung und Konsequenz.

„Wir bleiben dran. Wir erhöhen den Druck. Wir geben nicht nach.“, sagte Linnhoff abschließend.

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

Jubiläums-Informationsveranstaltung am 08.11.2025 – 10 Jahre VUSR

Jubiläums-Informationsveranstaltung des VUSR am 8. November 2025 in Düsseldorf – Anmeldung eröffnet

Der Verband unabhängiger selbständiger Reisebüros (VUSR) lädt am 8. November 2025 zu einer ganz besonderen Informationsveranstaltung am Flughafen Düsseldorf ein. Unter dem Motto
„10 Jahre VUSR – 10 Jahre Einsatz für einen starken Reisevertrieb“
blicken wir gemeinsam zurück – und vor allem nach vorn.

Herzlich eingeladen sind nicht nur Mitglieder, sondern auch interessierte Nichtmitglieder, die sich für die Zukunft des Reisevertriebs interessieren, mitdiskutieren und aktiv mitgestalten möchten.

Im Fokus der Veranstaltung steht das zentrale Thema:
„Der hybride Reisevertrieb in einer neu geordneten Reisebranche?“

Neben spannenden Vorträgen und einem anregenden Austausch erwartet Sie ein hochkarätiges Branchentreffen – und ab 18:30 Uhr ein gemeinsamer Ausklang im Maritim Hotel.

Wichtig: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt – sichern Sie sich also frühzeitig Ihre Teilnahme!

Eintrittspreise:
Für Nichtmitglieder beträgt der Teilnahmebeitrag für den gesamten Tag ab 129 Euro (bis zum 31.08.).
Mitglieder des VUSR erhalten selbstverständlich eine ermäßigte Teilnahmegebühr von 99 Euro.

Veranstaltungsdaten im Überblick:
📍 Flughafen Düsseldorf
📅 08.11.2024
🕙 10:00 – 17:45 Uhr
Ab 18:30 Uhr: Gemeinsamer Abend im Maritim Hotel

Weitere Informationen zum Programm erfolgen in Kürze.
👉 Hier geht es bereits zur Anmeldung:

Sichern Sie sich Ihre Teilnahme!

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

Marija Linnhoff Live im WDR


Am 12.06. war unsere 1. Vorsitzende Marija Linnhoff erneut als Expertin zu Gast in einer Livesendung.
In der WDR Sendung „Hier und heute“ sprach sie mit Moderator Sven Kroll über Reisetipps für einen eventuellen Hitzesommer.

Gewohnt souverän und sympathisch gab sie vor laufender Kamera wertvolle Informationen für den perfekten Sommerurlaub und konnte so und in Kombination mit ihrer Expertise sogar den Moderator überzeugen, den nächsten Urlaub im Reisebüro zu buchen. 

Link zum Video:

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

Datenweitergabe an RTK: Reisebüros sollen mit Unterschrift weitreichende Verantwortung übernehmen

Berlin, 22. Mai 2025 – Was sich bereits bei der FTI-Datenaffäre angedeutet hat, setzt sich nun unter dem Deckmantel technischer Systeme fort: RTK (Raiffeisen-Tours RT-Reisen GmbH) fordert aktuell von Reisebüros eine Einverständniserklärung, die gravierende Folgen haben kann. Konkret geht es um die Nutzung des Mid-/Backoffice-Systems myJack und die damit verbundene Erlaubnis für Bewotec, personenbezogene Daten der Reisebüros an RTK weiterzugeben.

Diese Daten umfassen u. a. Reiseverhalten, Umsätze, Veranstalterdaten, E-Mail-Adressen und statistische Auswertungen – also hochsensible Informationen, die in der Regel einem besonderen Schutz unterliegen. Mit ihrer Unterschrift autorisieren die Reisebüros die tägliche und sogar rückwirkende Übermittlung dieser Daten – ohne dass eine vorherige ausdrückliche Zustimmung jedes einzelnen Kunden eingeholt wurde, wie es nach geltendem Datenschutzrecht erforderlich ist.

Bewotec hat in diesem Zusammenhang offensichtlich korrekt reagiert: Das Unternehmen leitet die Daten nicht ohne Einwilligung weiter, sondern fordert ausdrücklich eine schriftliche Freigabe durch die jeweiligen Reisebüros. Dieses Vorgehen zeigt, dass Bewotec sich seiner datenschutzrechtlichen Verantwortung bewusst ist – und RTK legt die datenschutzrechtliche Last nun auf die unterzeichnenden Büros.

„Insbesondere die gewünschte Einwilligung, die genannten Kundendaten sogar rückwirkend und täglich weiterzuleiten, halte ich für datenschutzrechtlich höchst bedenklich“, erklärt Rechtsanwalt und zertifizierter Datenschutzbeauftragter Roosbeh Karimi. „Reisebüros sind sich der rechtlichen Tragweite nicht bewusst, nämlich dass sie für die neue Datennutzung von Bestandsdaten eine aktive Informationspflicht ihren Kunden gegenüber haben.“

Der Datenschutzexperte empfiehlt betroffenen Unternehmen, eine rechtliche Prüfung vorzunehmen – und im Zweifel eine bereits erteilte Einwilligung zu widerrufen. Darüber hinaus stellt sich die grundsätzliche Frage, weshalb Reisebüros ohne konkrete Gegenleistung sensible Kundendaten freigeben sollten.

Unser Appell an alle Reisebüros:
Prüfen Sie sorgfältig, was Sie unterschreiben. Datenschutz, Kundenvertrauen und die rechtliche Verantwortung für personenbezogene Daten sollten nicht leichtfertig oder unter Zeitdruck an Dritte übergeben werden.

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

Drei neue Fördermitglieder im VUSR:

Amadeus/Bistro, eniyan und ViralSpoon stärken den Dialog mit dem stationären Vertrieb

Berlin, 23. April 2025 – Der Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros (VUSR) freut sich, gleich drei neue Fördermitglieder begrüßen zu dürfen: Amadeus/Bistro, eniyan und ViralSpoon. Mit ihrem Beitritt setzen alle drei Unternehmen ein klares Zeichen für ihre Verbundenheit mit dem stationären Vertrieb und ihre Bereitschaft, sich aktiv in die Weiterentwicklung der Branche einzubringen.

In einer Zeit, in der Reisebüros und Marktpartner vor vielfältigen Herausforderungen stehen, ist die Förderung eines offenen und lösungsorientierten Dialogs wichtiger denn je. Der VUSR versteht die neuen Fördermitgliedschaften als Ausdruck gemeinsamen Interesses an konstruktiver Zusammenarbeit, gegenseitigem Verständnis und innovativen Ansätzen.

„Wir freuen uns sehr über die Entscheidung von Amadeus/Bistro, eniyan und ViralSpoon, den VUSR als Fördermitglieder zu unterstützen“, erklärt Marija Linnhoff, Vorsitzende des VUSR. „Die Gespräche mit diesen Partnern sind geprägt von Offenheit, Weitsicht und dem Willen zur Mitgestaltung. Das ist ein wichtiges Signal für unsere Mitglieder und für die Zukunft des stationären Vertriebs.“

Der VUSR bedankt sich bei allen drei Unternehmen für das entgegengebrachte Vertrauen und blickt mit großer Erwartung auf die bevorstehende Zusammenarbeit.

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

Finanzanalyse der Reiseveranstalter


Mehrheit stabil – einzelne Unternehmen mit Warnsignalen

Berlin, 14. April 2025 – Der VUSR e.V. – Bundesverband unabhängiger Reisebüros – hat im Rahmen seiner turnusmäßigen Branchenanalyse erneut die wirtschaftlichen Kennzahlen ausgewählter Reiseveranstalter unter die Lupe genommen. Im Mittelpunkt der Prüfung standen zentrale Faktoren wie Liquidität, Eigenkapitalausstattung und die allgemeine finanzielle Stabilität.

Das Ergebnis fällt überwiegend positiv aus: Bei den renommierten Anbietern – sowohl im Konzernbereich als auch unter den etablierten, inhabergeführten Mittelständlern – wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Die wirtschaftliche Verfassung dieser Unternehmen zeigt sich weiterhin stabil und solide.

Anders stellt sich die Lage bei drei Veranstaltern dar: Hier deuten die aktuellen Kennzahlen auf eine potenziell kritische Entwicklung hin, insbesondere in Bezug auf die kurzfristige Zahlungsfähigkeit. Zwar lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt keine akute Insolvenzgefahr bestätigen, jedoch stuft der VUSR die Situation als besorgniserregend ein. Eine vertiefende Analyse wurde bereits beauftragt.

Vor diesem Hintergrund richtet der VUSR e.V. eine dringende Bitte an die Deutsche Reisesicherungsfonds GmbH (DRSF), die hinterlegten Sicherheitsleistungen der betreffenden Veranstalter zu überprüfen und – sofern notwendig – kurzfristig zu erhöhen. Im Sinne des Verbraucherschutzes müssen Risiken frühzeitig erkannt und abgefedert werden, um das Vertrauen der Reisenden in die Branche dauerhaft zu sichern.

Zudem weist der VUSR darauf hin, dass gesunde und solide arbeitende Veranstalter nicht die wirtschaftlichen und kaufmännischen Fehler anderer mittragen dürfen. Ein fairer Wettbewerb erfordert klare Abgrenzungen – insbesondere bei der Absicherung von Kundengeldern. Es kann nicht sein, dass verlässliche Unternehmen für Versäumnisse oder strukturelle Schwächen einzelner Anbieter einstehen müssen.

„Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig eine kontinuierliche Überwachung der wirtschaftlichen Lage ist – gerade in einer Branche, die weiterhin von vielfältigen externen Einflüssen geprägt ist“, so Marija Linnhoff, Vorsitzende des VUSR e.V.

Der VUSR wird die weitere Entwicklung aufmerksam begleiten und steht im engen Austausch mit den betroffenen Unternehmen.

 

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

Düsseldorfer Flughafen wird erstes Flughafen-Fördermitglied im VUSR

Berlin, 31. März 2025 – Der VUSR – Bundesverband für Reisebüros freut sich sehr, den Düsseldorfer Flughafen als neues Fördermitglied im Verband begrüßen zu dürfen. Besonders stolz sind wir darauf, dass mit dem Flughafen Düsseldorf erstmals ein Flughafen als Fördermitglied unserem Verband beitritt.

„Wir freuen uns außerordentlich über die Fördermitgliedschaft des Düsseldorfer Flughafens“, sagt Marija Linnhoff, erste Vorsitzende des VUSR. „Als erster Flughafen, der sich dem VUSR anschließt, setzt Düsseldorf ein wichtiges Zeichen für die Zusammenarbeit innerhalb der Touristikbranche. Das ist ein großer Schritt für uns – und hoffentlich ein Impuls für viele weitere Flughäfen, sich ebenfalls aktiv einzubringen.“

Der Flughafen Düsseldorf ist ein bedeutender Knotenpunkt für den internationalen Reiseverkehr und ein wichtiger Partner für Reiseunternehmen in ganz Deutschland. Mit dem Beitritt wird die Verbindung zwischen Infrastrukturbetreibern, Reisebüros und Reiseveranstaltern weiter intensiviert und gestärkt – ein gemeinsames Signal für mehr Austausch, gegenseitiges Verständnis und eine zukunftsgerichtete Tourismuspolitik.

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

VUSR-Vorsitzende Marija Linnhoff im Austausch mit DER Touristik


Konstruktives Gespräch mit Christoph Debus, CEO der DERTOUR Group, und Dr. Ingo Burmester, CEO Central Europe

Frankfurt, 31. März 2025 – Die erste Vorsitzende des Verbands unabhängiger selbständiger Reisebüros – Bundesverband (VUSR e.V.), Marija Linnhoff, hat sich mit der Führungsspitze der DER Touristik zu einem persönlichen Austausch getroffen. In angenehmer Gesprächsatmosphäre sprach sie mit Christoph Debus, CEO der DERTOUR Group, sowie Dr. Ingo Burmester, CEO Central Europe, über aktuelle Themen und Herausforderungen der Reisebranche.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Zusammenarbeit zwischen Reiseveranstaltern und dem stationären Vertrieb, sich wandelnde Marktanforderungen sowie strategische Perspektiven in den Bereichen Digitalisierung und Kundenbindung.

„Es war ein sehr offener und konstruktiver Dialog. Wir konnten viele Aspekte beleuchten, die für unsere Mitglieder und die gesamte Branche von großer Bedeutung sind“, so Marija Linnhoff im Anschluss an das Treffen.

Beide Seiten hoben die Relevanz eines kontinuierlichen Austauschs sowie einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit hervor, um gemeinsam die Zukunft der Reisebranche aktiv zu gestalten.

VonVerband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

FTI-Insolvenz: Appell an alle Reisebüros, Reiseberater mit Inkassorecht

 

Die Insolvenz der FTI Group hat Tausende von Reisenden in eine ungewisse finanzielle Lage hinsichtlich der gezahlten Gelder für die geplante Urlaubsreise gebracht. Viele warten weiterhin auf die Rückerstattung ihrer Kundengelder, doch die Abwicklung stockt. Ein Grund dafür betrifft die Reisebüros mit Inkassorecht, die Gelder nicht an den Insolvenzverwalter weitergeleitet haben oder bislang weder mit ihm noch mit dem Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) in Kontakt getreten sind.

Marija Linnhoff, die 1. Vorsitzende des VUSR, sagt:
„Es kann nicht sein, dass Kundengelder einbehalten werden, anstatt sie ordnungsgemäß weiterzuleiten. Dies erschwert nicht nur die Abwicklung, sondern belastet auch die Betroffenen, die auf ihre Rückzahlungen angewiesen sind.“

Die Forderung ist eindeutig: Reisebüros mit Inkassorecht müssen umgehend Kontakt mit dem DRSF und/oder dem Insolvenzverwalter aufnehmen. Es muss offengelegt werden, welche Gelder sich noch im Besitz dieser Reisebüros befinden. Kundengelder sind unverzüglich weiterzuleiten, um den betroffenen Reisenden eine schnelle Auszahlung zu ermöglichen.

Schaden für die gesamte Branche – Die Pauschalreise steht auf dem Spiel
Die aktuelle Situation verärgert nicht nur die einzelnen Kunden, sondern den gesamten Reisevertrieb. Die Pauschalreise als Goldstandard des Reisens steht unter Druck! Sie garantiert Sicherheit, Qualität und Verlässlichkeit – doch durch Verzögerungen und das Verhalten einiger Reisebüros, unterstützt durch bestimmte Kooperationen (was hier ausdrücklich betont werden muss), wird dieses bewährte Modell nachhaltig geschädigt.

Marija Linnhoff betont:
„Wenn wir das Vertrauen der Kunden verlieren, weil Gelder nicht zurückgezahlt werden, wird es extrem schwer, dieses Vertrauen zurückzugewinnen. Reisebüros müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und entsprechend handeln. Vom strafrechtlichen Ansatz will ich hier gar nicht erst anfangen – aber jeder sollte sich im Klaren darüber sein, dass ein solches Vorgehen Konsequenzen haben kann.“
Die gesamte Branche steht vor der Herausforderung, das Produkt Pauschalreise zu schützen und das Vertrauen der Verbraucher nicht weiter zu beschädigen. Jetzt ist der Moment zum Handeln!

Marija Linnhoff appelliert mit Nachdruck:
„Wir fordern alle betroffenen Reisebüros auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Jeder Tag der Verzögerung bedeutet weiteren Ärger für die Kunden und zusätzlichen Schaden für die Branche.“

Der DRSF bleibt weiterhin in der Pflicht
Es ist wichtig zu betonen, dass dieses Problem nicht alle offenen Fälle betrifft. Viele Rückzahlungen verzögern sich auch aus anderen Gründen – die Verantwortung liegt hier nicht allein bei den Reisebüros mit Inkassorecht. Der DRSF muss sich unabhängig von dieser Problematik sputen und endlich seiner Pflicht nachkommen, die Rückzahlungen an die betroffenen Reisenden zügig abzuwickeln. Auch hier erwarten wir mehr Transparenz und eine klare Kommunikation über den Fortschritt der Rückerstattungen.