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Late Night Marija

Folge 1

 


 

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VUSR kämpft weiter für Kundenrechte 

Petition der VUSR-Chefin Marija Linnhoff findet Gehör bei EU-Kommission

Reisende in der EU können darauf hoffen, künftig besser gegen die Folgen von Fluginsolvenzen geschützt zu sein. Dafür kämpft VUSR-Chefin Marija Linnhoff mit der von ihr 2021 bei der EU eingereichten Petition zur rechtlichen und finanziellen Absicherung von Reisenden bei Fluginsolvenzen. Nachdem Linnhoff ihren Antrag bereits Mitte März 2022 bei einer Sitzung des Petitionsausschusses der EU vorbringen konnte, liegt die Petition mit der Nummer 0771/2021 nun der EU-Kommission zur weiteren Prüfung vor.

 

Aus einer ersten Stellungnahme der Kommission, die dem VUSR kürzlich vom Petitionsausschuss zur Verfügung gestellt wurde und auch online einsehbar ist, geht hervor, dass die Petition wohl gute Chancen hat, im Rahmen der „Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität“ berücksichtigt und umgesetzt zu werden. So beabsichtigt die Kommission nach eigenem Bekunden, „im Rahmen ihrer Strategie für nachhaltige Mobilität die Bewertung der vorgesehenen Optionen und gegebenenfalls den Vorschlag eines angemessenen finanziellen Absicherungssystems, um die Fluggäste vor dem Risiko einer Liquiditätskrise oder einer Insolvenz des Unternehmens bei der Erstattung von Flugscheinen oder bei der Rückbeförderung zu schützen“. „Die EU-Kommission sendet mit ihrer Stellungnahme ein positives Signal und wir sind guten Mutes, dass wir uns mit der Petition nicht nur Gehör bei den Entscheidern in der EU verschaffen konnten, sondern dauerhaft eine Verbesserung der Verbraucherrechte für die Bürgerinnen und Bürger in der EU erreichen werden“, konstatiert Linnhoff.

 

Die Petition 0771/2021 geht zwar auf eine Initiative des VUSR und seiner Chefin Marija Linnhoff, doch wird die Forderung nach einer Absicherung des Flugpreises darüber hinaus auch von weiteren touristischen Verbänden wie ECTAA, DRV und ASR sowie von Verbraucherschützern unterstützt. Für Linnhoff ist dies „ein Zeichen dafür, dass wir mit der Petition einen Nerv getroffen haben. Sollte der Antrag umgesetzt werden, wäre das nicht nur ein Erfolg für unseren Verband, sondern in erster Linie ein Erfolg für die vielen tausend Flugreisenden, die täglich in unseren Mitgliederbüros buchen und zurecht die persönliche Beratung schätzen und ihre Rechte in der EU.“

 

 

Link zur Stellungnahme der EU-Kommission:

https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/PETI-CM-719794_DE.pdf

 

(2219 ZmL)

 

Kontakte für Medien

Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros e.V. (VUSR)

Tel: 02371-151955

E-Mail: info@vusr.de

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Linnhoff in den Tourismusbeirat der Bundesregierung berufen

Verbandschefin will Anliegen des Reisevertriebs in den Beirat einbringen

 

Die Vorsitzende des Reisebüro-Bundesverbandes VUSR, Marija Linnhoff, ist von Bundeswirtschaftsminister Habeck in den Tourismusbeirat der Bundesregierung berufen worden. Linnhoff kündigte an, in dem Gremium, das die Bundesregierung in tourismuspolitischen Fragen berät, vorrangig die Themen und Anliegen des Reisevertriebes einbringen zu wollen. Angesichts der wachsenden Herausforderungen der Tourismusbranche sei es wichtig, die Sicht des Vertriebs noch stärker in die politische Debatte einzubringen. Reisebüros seien der „Seismograf für die Lage der Branche“ und daher wichtig für die Ausrichtung der Politik.

 

Linnhoff sagte dazu: „Ich freue mich, dass der Bundeswirtschaftsminister Dr. Habeck unsere Arbeit der vergangenen Jahre anerkennt und den Reisebüros im Tourismusbeirat der Bundesregierung künftig einen größeren Stellenwert zumisst. Damit stellt die Bundesregierung auch ihre eigene tourismuspolitische Agenda deutlich breiter auf, als in der Vergangenheit. Angesichts der großen Herausforderungen, die uns erwarten, ist das ein wichtiger Schritt. Reisebüros sind der Seismograf für die Lage der Branche und deshalb ist es gut, dass wir in diesem Gremium vertreten sind. Ich werde alles dafür tun, dieser großen Ehre gerecht zu werden und den Reisevertrieb mit viel Engagement vertreten.“

 

Die Verbandschefin rief in diesem Zusammenhang noch einmal zu mehr Zusammenarbeit und Kooperation in der politischen Vertretung der Reisebranche auf. Die Corona-Pandemie habe viele Gewissheiten der Branche durcheinandergewirbelt. Der Krieg in der Ukraine werde jetzt für weitere Verwerfungen sorgen. Linnhoff: „Absehbar wird dieser Krieg riesige Auswirkungen auf unsere Branche haben. Deshalb ist es jetzt so wichtig wie nie, dass die Tourismusbranche einen gemeinsamen Weg findet, diesen Verwerfungen zu begegnen. Der Tourismusbeirat der Bundesregierung kann dafür ein guter Ort sein.“

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Linnhoff startet Online-Talk

Reisebüroverband will niedrigschwelliges Info-Format für Branchenthemen  schaffen

Die Vorsitzende des Reisebüro-Bundesverbandes VUSR startet ein eigenes Online-Talk-Format. Mit Marija Late Night will die Verbandschefin ein Forum schaffen für Verbands- und Branchenthemen und auch „gerne mal augenzwinkernd“ Debatten über die Zukunft des Reisevertriebs führen. Starten wird das Format mit der Beleuchtung der LCC-Quereinsteiger-Initiative am 06.05.2022 um 20:00 Uhr.
Zu sehen sein wird das Format u.a. auf facebook, youtube, instagram und auf der Verbands-Homepage.

 

Linnhoff sagte dazu: „Die großen Herausforderungen der Branche brauchen auch ein Forum, wo man mal Klartext sprechen kann. Für Klartext bin ich bekannt, jetzt wollen wir das in eine regelmäßige Form gießen und die Zuschauerinnen und Zuschauer auch ein wenig unterhalten damit. Im Idealfall schaffen wir beides: Schnöde Branchenthemen mit ein bißchen Unterhaltung zu mischen. Ich freue mich über jeden Zuschauer und Mitdiskutanten.“

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Reisebüroverband kritisiert Turbo-Qualifizierung bei Quereinsteigern: „Bumerang für die Branche“

Linnhoff: Reisevertrieb braucht Qualität und gutes Ausbildungsniveau – „Discount-Mentalität“ sorgt für Abwertung des Berufsbildes

 

Der Bundesverband der Reisebüros VUSR hat das Quereinsteigerprogramm Jump von Lufthansa City Center (LCC) scharf kritisiert. Die Turbo-Qualifizierung von Reiseberatern in Crashkursen schade dem Ansehen der Branche und sorge für Verdruss im Vertrieb. Verbandschefin Marija Linnhoff sieht das Beratungsniveau dauerhaft in Gefahr, wenn das Modell der LCC Schule machte. Das Vorhaben sei Ausdruck einer verfehlten „Discount-Mentalität“, die zum Bumerang für die Branche werden könne. Das Vorhaben helfe nicht bei der Lösung des Fachkräftemangels, sondern werte im Gegenteil das Berufsbild ab. Die Branche brauche eine ernstgemeinte Fachkräfteinitiative.

 

Linnhoff sagte dazu: „Auch die Reisewelt wird komplexer und der Beratungsbedarf unserer Kundinnen und Kunden ist dadurch gestiegen. Zurecht erwarten die Menschen deshalb ein hohes Beratungsniveau. Mit einer Turbo-Qualifizierung von 6 Wochen können wir die Anforderungen unserer Kundinnen und Kunden jedenfalls nicht zufriedenstellend bedienen. Dieser Schnellschuss schadet aus unserer Sicht mehr, als er nutzt. Quereinsteiger sind gut und werden gebraucht, dann aber mit einer fundierten Ausbildung und zu angemessenen Konditionen. Wir sollten das Berufsbild und die Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden nicht abwerten.“

 

Um dem Fachkräftemangel und dem gestiegenen Beratungsbedarf gerecht werden zu können, brauche die Branche eine Fachkräfteinitiative, die hohe Qualitätsstandards genauso beachten müsse, wie gute Arbeitsbedingungen und Perspektiven für Nachwuchskräfte. Linnhoff: „Das wird man mit Discount-Aktionen nicht hinbekommen. Das Berufsbild muss weiter auf- und nicht abgewertet werden. Dafür rufe ich alle Beteiligten auf, eine gemeinsame Fachkräfteinitiative auf den Weg zu bringen, die sich nicht darin erschöpft, schnell und preiswert schlecht ausgebildetes Personal zu generieren.“

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Gekündigte TUI-Kreditkarten: Reisebüroverband fordert Klarheit für Kunden

VUSR kritisiert Kommunikationspolitik von Commerzbank und TUI

 

Die Kündigung von TUI-Kreditkarten durch die Commerzbank schlägt hohe Wellen. Die Bank begründet die offenbar zahlreichen Kündigungen mit angeblichen Pflichtverletzungen durch die Kunden aufgrund fehlender Datenaktualisierungen. Davon wollen viele Betroffene jetzt zum ersten Mal gehört haben. Die Verärgerung bei vielen Kunden ist groß, zumal nicht klar ist, ob etwa Versicherungsleistungen für bereits mit der Karte bezahlte Reisen in der Zukunft noch Bestand haben. Der Reisebüro-Bundesverband VUSR fordert deshalb jetzt lückenlose Aufklärung über Hintergründe und konkrete Auswirkungen auf Kunden und Vertrieb.

 

Verbands-Chefin Marija Linnhoff sieht das Vertrauen der Kunden stark gefährdet: „TUI und Commerzbank haben ihren Kunden mit der Ausgabe der Karte ein Versprechen gegeben, und natürlich auch konkrete Leistungen wie etwa den Schutz bei Reiserücktritt in Aussicht gestellt, alles verbunden auch mit dem Namen des größten deutschen Reiseveranstalters. Mit diesen kurzfristigen Kündigungen und der miserablen Kommunikation hat die Commerzbank deshalb nicht nur das Vertrauen ihrer eigenen Kunden erschüttert, sondern auch der TUI und der Reisebranche insgesamt -in ohnehin schwieriger Zeit- eine zusätzliche Bürde aufgeladen.“

 

Die Bank betreibe eine„völlig vermurkste Kommunikationspolitik von oben herab“ Das Kündigungsschreiben enthielt nach Angaben von Betroffenen nicht einmal eine Begründung. Linnhoff: „Wenn die angeblich fehlende Rückmeldung zur Überprüfung der Kundendaten der Kündigungsgrund ist, warum hat man das nicht in dem Schreiben so kommuniziert? Es gibt offenbar etliche Fälle von Kunden, die die Überprüfung der Personalien im Vorfeld der Kündigung durchgeführt haben, die die neuen AGB bestätigt haben. Auch sie hätten keinerlei Aufklärung erhalten, sondern gleich die Kündigung. Immer mehr Büros mit betroffenen Kunden melden sich beim VUSR. Auch Fragen des Verbraucherschutzes müssen vor diesem Hintergrund sehr intensiv geprüft werden.“

 

Auch die TUI, die laut Aussage der Commerzbank mit den Kündigungen nicht im Zusammenhang stehe, müssen sich Kritik gefallen lassen, so der Reisebüroverband. Es stelle sich die Frage, was in der internen Kommunikation zwischen TUI und der Commerzbank schiefgelaufen sei und warum man es nicht geschafft habe, die Vertriebspartner über die Situation wenigstens zu informieren? Linnhoff: „Die Reisebüros sind hier wieder erste Anlaufstelle für die Kunden, da die TUI selbst keinerlei informationen ausgibt und auch weil viele Büros die TUI-Card aktiv verkauft haben. Wieder landet der Unmut der Kunden und die Mehrarbeit beim Vertrieb.“

 

Die Verbands-Chefin fordert jetzt Klarheit von Commerzbank und TUI: „Bei betroffenen Kunden gibt es zurecht viele ernste Fragen, die es dringend zu klären gilt. Was ist mit der gerade abgebuchten Jahresgebühr? Wird diese erstattet? Was ist mit den Leistungen der TUI-Card wie z.B. beim Reiserücktritt bei bereits gebuchten Reisen? Bleiben diese bestehen? Drohen noch weiter Kündigungen? Wir erwarten Antworten über die dünne Sprachregelung der Commerzbank hinaus, auch im Interesse der TUI und der Reisebranche.“

 

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Anhörung: EU soll Reisende bei Fluginsolvenzen besser schützen



Reisebüroverband VUSR kämpft in Brüssel für die Rechte von Fluggästen

 

Bei einer Anhörung im Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments hat sich die Vorsitzende des bundesweiten Reisebüroverbandes VUSR, Marija Linnhoff, für die Rechte von Fluggästen starkgemacht. Eine von der Verbands-Chefin eingereichte und seitens des EU- Parlamentes zugelassene Petition zum Schutz von Reisenden gegen finanzielle Verluste bei Fluginsolvenzen war am vergangenen Montag Thema der Sitzung des Petitionsausschusses in Brüssel. 

 

Nach Ansicht von Linnhoff hätten die beiden vergangenen Pandemie-Jahre gezeigt, dass es trotz der europäischen Fluggastrechteverordnung schlecht um die Rechte der Fluggäste stehe. Die von ihr geforderte „Gesetzgebungsinitiative zur Absicherung von Fluggästen im Falle der Insolvenz von Fluggesellschaften“ käme nicht nur den Verbrauchern zugute, sondern brächten letztlich auch den Luftfahrtunternehmen Vorteile.

 

In ihrer Stellungnahme verwies Linnhoff auf die in den letzten beiden Pandemie-Jahren rasant gestiegene Zahl von Beschwerden gegen Luftfahrtunternehmen. So habe allein der Rechtsanwalt des VUSR, Roosbeh Karimi, hunderte Kunden vor Gericht vertreten, weil Fluglinien bei ausgefallenen Flügen die Tickets zunächst nicht erstatten wollten. Zwar seien in diesen Fällen die Erfolgsaussichten sehr groß, ganz anders liege der Fall aber bei einer Insolvenz von Fluggesellschaften, der die Verbraucher derzeit noch „schutzlos ausgeliefert“ seien. In solchen Fällen würden Reisende in aller Regel auf ihren Kosten sitzenbleiben. Lediglich Pauschalreisende seien bei der Pleite von Fluglinien durch die EU-Richtlinie 2015/2302 geschützt. Diese rechtliche Ungleichbehandlung von Verbrauchern müsse beendet und künftig bei Flugbuchungen das auch anderswo geltende Prinzip „Erst die Leistung, dann die Zahlung“ Anwendung finden.

 

Die Verbands-Chefin betonte, dass die bisherige Praxis bei der Buchung von Flugtickets, wonach die Zahlung bereits Monate oder gar Jahre im Voraus vollumfänglich geleistet werden müsse, gerade in Krisenzeiten Verbraucher von Flugbuchungen abhalte. Eine bessere rechtliche Absicherung der Fluggäste sei daher auch für die Airlines selbst vorteilhaft. Der bei der Anhörung zugeschaltete Vertreter der Europäischen Kommission, Jan Brumagne, versicherte, dass die Kommission die von Linnhoff vorgetragene Argumentation zur Absicherung von Flugtickets wohlwollend im Sinne der Verbraucher prüfen werde.

 

KARIMI.legal berät zur EU-Petition einer Insolvenzabsicherung der Flugscheinkosten

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Russische Anteilseigner: Linnhoff stellt sich vor TUI



„Veranstalter hat sich in Ukraine-Frage ausreichend distanziert“

 

Der Reisebüroverband VUSR hat sich in der Debatte um die Rolle russischer Anteilseigner beim Reisekonzern TUI vor den Veranstalter gestellt. Es habe zu Beginn des Krieges in der Ukraine zurecht Fragen hinsichtlich der Position und des Einflusses von TUI-Großaktionär Mordaschow gegeben, die der Konzern aber zwischenzeitlich ausreichend beantwortet habe. Verbandschefin Linnhoff warnt davor, den Reisekonzern TUI regelrecht in Mithaftung für das aktuelle Handeln Russlands zu nehmen. Da der russische Großaktionär Mordaschow jetzt nicht mehr im Aufsichtsrat vertreten sei, ebenso wie ein weiteres russisches Mitglied des Gremiums, gebe es überhaupt keinen Anlass, das Unternehmen weiter in dieser Hinsicht zu kritisieren.

 

Die Vorsitzende des Reisebüroverbandes VUSR, Marija Linnhoff sagte dazu: „TUI hat sich nach der anfänglichen Kritik deutlich distanziert und auch die beiden in Debatte stehenden russischen Anteilseigner haben entsprechende Konsequenzen gezogen und den Aufsichtsrat des Unternehmens verlassen. Angesichts der Dynamik der Situation und den Besonderheiten des Aktienrechts hat das Unternehmen schnell reagiert. Es gibt deshalb aus unserer Sicht keinen Grund, die TUI als Reiseveranstalter in irgendeinen Zusammenhang oder gar eine Mithaftung zu nehmen, wie wir das immer wieder gehört haben.“ Die TUI sei ihrer Rolle und Verantwortung in dieser Frage gerecht geworden.

 

Es wäre fatal, so Linnhoff weiter, wenn dem Konzern auch im Hinblick auf seine Zukunftsfähigkeit jetzt dauerhaft ein falsches Label angehängt würde. Die Verbandschefin: „Die TUI ist ganz sicher nicht gleich Russland und Russland ist nicht gleich Putin. Die Tourismuswirtschaft wird wahrscheinlich auch wieder unter dieser Krise leiden. Deshalb ist es wichtig, dass wir als Branche ein klares Signal setzen gegen den Krieg, aber auch gegen Schuldzuweisungen, wo sie nicht angebracht sind.“

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Reisebüros erklären Solidarität mit Ukraine



Linnhoff: Tourismuswirtschaft muss Verhältnis zu Russland klären

 

Angesichts der russischen Invasion in der Ukraine hat der Reisebüroverband VUSR der Ukraine und ihrer Bevölkerung die volle Solidarität des Reisevertriebs in Deutschland erklärt. Nur wenige Branchen seien so sehr auf Frieden und Freiheit angewiesen wie die Reisebranche. Deshalb könne das Schicksal eines Landes und vor allem das Schicksal der Menschen in der Ukraine die Tourismuswirtschaft nicht kalt lassen. Vor diesem Hintergrund und der Brutalität des russischen Vorgehens müssten auch deutsche Reiseunternehmen wie die TUI, die zu einem großen Teil in russischem Besitz seien, ihr Verhältnis zu Russland in dieser Krise klären.

 

Die Vorsitzende des Verbandes unabhängiger selbständiger Reisebüros VUSR, Marija Linnhoff sagte dazu: „Die Ereignisse in der Ukraine erschrecken uns und machen uns tieftraurig. Unsere Solidarität als Reisevertrieb gilt den Menschen in der Ukraine, die durch die Aggression Russlands jetzt um ihr Leben und ihre Heimat kämpfen oder diese vielfach schon auf der Flucht vor russischen Truppen verlassen haben. Gerade unsere Branche, die für Lebensfreude und Weltoffenheit steht, kann sich nicht in Gleichgültigkeit abwenden, sondern muss ein klares Zeichen setzen. Wir als Reisebüros stehen zur Ukraine und ihren Menschen und wir wünschen uns Frieden und Freiheit für alle Menschen. Aggression, Invasion und Unterdrückung müssen als solche benannt werden! Gleichgültigkeit, gerade von gesellschaftlicher und unternehmerischer Seite, würde das Signal geben, dass einem das Schicksal der Menschen und des Friedens und damit auch der Grundlage der Tourismuswirtschaft, egal sind.“

 

Linnhoff fordert deshalb auch ein klares Signal der gesamten Tourismuswirtschaft in Deutschland. Vor allem müssten Unternehmen wie die TUI, die stark von russischen Interessen abhängig seien, ihr Verhältnis zu Russland und den Ereignissen dort klären. Die Verbandschefin erklärt dazu: „Wir brauchen einen lauten Schulterschluss der ganzen Branche. Unsere Botschaft muss klar sein: Die Ukraine ist die Nagelprobe für Frieden und Freiheit. Deshalb müssen wir klar kommunizieren und uns bekennen. Wir brauchen als gesamte Tourismuswirtschaft ein vernehmbares Signal.“ Auch Branchenprimus TUI müsse sich klar bekennen und vom russischen Vorgehen distanzieren. Der Bund müsse überdies dafür sorgen, dass kein Staatsgeld über einen TUI-Umweg beim russischen Oligarchen und TUI-Großaktionär Mordaschow lande, der als Putin-Intimus gilt. Dies sicherzustellen, sei auch Aufgabe des TUI-Managements.

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Buchungslage

 

Die aktuelle Buchungslage sorgt in den Reisebüros nach vielen Monaten Pandemie für eine positive Grundstimmung. Dennoch wird diese Euphorie gebremst. Denn ob die Reisen tatsächlich stattfinden, hängt nicht nur von Corona und möglichen neuen Varianten ab. Auch der Russland/Ukraine Konflikt und mögliche Sperrungen des europäischen Luftverkehrs schweben wie das Schwert des Damokles über der Branche. Hier muss die Bundesregierung präventiv tätig werden, um im Worst-Case monetäre Hilfe zur Verfügung stellen zu können.